Campusleben - Literaturhaus Heilbronn
Shownotes
In dieser Folge von „HHN mit allem“ spricht Maya mit Dr. Anton Knittel, dem Leiter des Literaturhauses Heilbronn. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen des Literaturhauses, sprechen über Literatur als Begegnungsort, die Veranstaltungsreihe „Debüt am See“ und darüber, warum Kultur auch für Studierende spannend und bereichernd sein kann.
Außerdem geht es um „WORTSTATT Heilbronn im Dialog“ und die Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn und dem Studium Generale. Dabei wird deutlich: Man muss kein Literaturstudium absolvieren, um vom Schreiben, Lesen und kreativen Austausch zu profitieren.
Mehr Infos zum Literaturhaus Heilbronn:
https://literaturhaus.heilbronn.de/startseite.html
Mehr Infos zum Studium Generale der Hochschule Heilbronn:
https://www.hs-heilbronn.de/de/studiumgenerale
Viel Spaß beim zuhören! :)
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von HaarIn mit allem.
00:00:07: Ich bin Maya, heute sprechen wir über einen... sehr, sehr wichtiges Thema.
00:00:12: Vor allem ich persönlich stehe da sehr hinter, weil ich bin ein großer Fan von Literatur und heute geht es um das Literaturhaus Heilbronn – um Kultur-, neue Stimmen- und kreative Räume für Studierende.
00:00:22: Dafür habe ich heute jemanden zu Gast, und zwar Dr.
00:00:25: Anton Knetel.
00:00:26: Schön, dass Sie heute da sind!
00:00:27: Ja ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:00:29: Ich freue mich sehr.
00:00:30: Das Thema Literatur ist natürlich auch sehr wichtig für die Stadtbevölkerung und insbesondere auch für die Studierenden auf dem Campus.
00:00:38: Da freue ich mich sehr, dass sie mich eingeladen haben und das wir ins Gespräch kommen.
00:00:42: Bevor wir so ins Thema starten kommt natürlich wie immer unsere eigentlich wichtigste
00:00:46: Frage
00:00:46: – Wie essen Sie denn Ihren Döner?
00:00:48: Am liebsten tatsächlich mit allem und möglichst auch scharf!
00:00:52: Sehr gut.
00:00:57: Herr Knitte, wie sind Sie dann überhaupt zur Literatur gekommen?
00:01:00: Ich habe das Gefühl relativ spät.
00:01:03: Ich denke immer, ich bin ein Spätberuf in meinem Leben und in der Literatur aber anschafe eigentlich erst am Ende der Mittelstufe und dann in die Oberstupe.
00:01:12: Wir hatten in der Mittel Stufe einen sehr guten Deutschlehrer, der dann der Zufall Willis in der Schule promoviert hat noch und dann an die Uni ging und ich bin dann seinen Nachnachfolger auf dem Assistentenleerstuhl an der Uni Tübingen geworden.
00:01:26: Das war Zufall und in der Oberstufe hatte ich einen anderen Deutschsteller, der war auch sehr gut.
00:01:30: Und das hat mich dann irgendwie geflasht.
00:01:33: Parallel hatte ich noch in der Zeit einen Bruder, den er gerne mal nicht zuckstudiert hat und der hat mich auch schon ein bisschen mit Sekundärliteratur gefüttert.
00:01:41: Es war sicherlich untypisch dass man in der Schule schon sekundär Literatur ist aber es war auf jeden Fall spannend und Schäfflpreis war eine Ausgabe und ab da war es klar, Literatur muss es sein!
00:01:53: Sehr schön, vielleicht können Sie kurz für unsere Zuhörer und Zuhöre erklären.
00:01:55: Was genau ist denn eine sehr tolle Tour?
00:01:57: Weil ich denke mal viele werden das nicht kennen!
00:01:59: Ja es sind Interpretationen, es sind Handreichungen... Hintergründe zu einzelnen Texten aus dem Bellett-Ristik oder auch aus dem Lachbuchbereich, wo bestimmte Dinge erklärt werden.
00:02:13: Erläutert werden in Beziehung gesetzt werden.
00:02:15: Dann
00:02:15: kommen wir gerne zur nächsten Frage und zwar haben wir schon darüber gesprochen über das Thema Germanistik.
00:02:21: Sie selber haben ja auch Germanistische und katholische Theologie studiert.
00:02:24: was hat sie denn an dieser Kombination besonders gereizt?
00:02:27: Ja auch zumindest für mich einen tollen Religionslehrer in der Oberstufe.
00:02:33: Das zeigt mir übrigens, dass Lehrende egal ob im Studium oder in der Schule so wichtig sind als Mentorinnen und Mentoren für Menschen die einfach suchen.
00:02:43: Und gerade im Einstieg ihres Berufslebens und ihre Studienlebens sind.
00:02:50: das ist so wichtig und mich hat gereizt tatsächlich wenn ich es so flapsig sagen darf exygese in beiden Fällen sowohl bei der Literatur Stichwort Sekundär-Literatur, gleichzeitig und zum anderen aber auch wirklich genau Texte zu lesen.
00:03:03: Ich hatte zwischenzeit noch gedacht ich könnte vielleicht auch noch Geschichte studieren.
00:03:09: das hat mich auch gereizt.
00:03:11: auch da hat man einen guten Lehrer Aber es war dann doch sehr textlastig.
00:03:15: drei so textintensive Fächer das hatte mir dann doch nicht zugetraut oder wollte mir nicht antun.
00:03:21: Und so kam's letztendlich und ich wollte eigentlich deutsch und religiöses Lehrer werden am Gymnasium.
00:03:25: Ach, schön.
00:03:27: Super spannend!
00:03:28: Ich meine sie waren ja unter anderem in der Wissenschaft im Kleisterchief und bei der Stadt Heilbronn tätig.
00:03:33: Was hilft Ihnen davon heute bei Ihrer Arbeit im Literaturhaus?
00:03:36: Ich denke tatsächlich die ganze Kombi und die ganze Bandbreite.
00:03:40: ich war ja vor Kleisterchiff und Heilbron war ich an der Uni, sagt es bereits als Assistent am Lehrstuhl Im deutschen Seminar Und dann war ich auch noch Wissenschaft und Hilfskraft in einem anderen Lehrstuhl.
00:03:56: Wir hatten Sympossien organisiert, interdisziplinäre.
00:03:59: Dann war ich persönlich Referent des Schrektors an der Uni Konzerns.
00:04:03: Dann kam ich nach Heilbronn, war am Gleisterchief und dann in der Pressestelle.
00:04:07: Also ich denke die Kombi- und die ganze Bandbreite ist sehr wichtig und sehr hilfreich sowohl als das Thema... Orga anbelangt, was das Thema Verwaltung anbelankt.
00:04:20: Was das Thema Wissenschaftler und auch Öffentlichkeitsarbeit anbelangen.
00:04:23: Also die ganze Kombi ist hilfreich... ...ist jetzt gerade ideal zusammengekommen ohne dass es irgendwie geplant war.
00:04:30: Manchmal muss man auch Glück haben im Leben.
00:04:32: Ja, die Kombimacht sind dann auch die Erfahrungen, die man damit nimmt.
00:04:35: Segment zwei Das Literaturhaushalbronnen.
00:04:37: Vielleicht können Sie ja mal kurz erklären, was überhaupt das Literaturhaus Halbronnen?
00:04:41: Wo genau ist das?
00:04:42: Vielleicht hat sie super Infos für unsere Zuhörerinnen.
00:04:44: Ja, das Literatur ist ein wunderschönes kleines Wasserschlösschen am südöstlichen Stadtrand von Heilbronn circa... dreieinhalb Kilometer, vier Kilometer von hier vom Campus entfernt.
00:04:58: Am Trappensee ist ein kleiner See.
00:05:00: das Haus selber ist ja schon ein paar Tage alt nämlich jetzt vor rund vierhundertfünfzig Jahren gegründet worden damals von einem reichen Heilbronnner und Kaufmann Bürgermeister der sich dort sein Wohnhaus errichtet hat auf Pfählen noch im stile italienische Renaissance weil er auf seinen Reisen nach Italien kam.
00:05:18: und des haus ist in besitz der Stadt.
00:05:20: seit war lange auch vermietet ans Kunst- und Aktionshaus.
00:05:27: Dort waren internationale Versteigerungen, und jetzt seit fast sechs Jahren sind wir dort im Literaturhaus und machen verschiedene Veranstaltungen.
00:05:41: Ja, ich meine ich war ja auch schon bei einer anderen Veranstaltung dabei.
00:05:44: Deswegen kann ich auf jeden Fall von meiner Perspektive aus sagen dass sich das auf jeden fall lohnt.
00:05:49: wo wir zum Thema Veranstaltungen gerade sind vielleicht können wir einmal drüber sprechen welche Schwerpunkte setzt in der Siteraturhaus also im Programm und welcher Format an Veranstalten kann man denn bei ihnen erleben?
00:05:59: Also es ist ein ganzes Spektrum an Formaten, wir machen die ganz normalen in Anführungszeichen Wasserklasslesungen.
00:06:08: Autorin unterhält sich mit einem Moderator einer Moderatorin über den Text vielfach bei der Tristik aber auch Sachtexte.
00:06:16: Wir haben Diskussionsveranstaltungen, wir haben Kooperation mit dem SWR und wir machen Aufzeichnungen fürs Radio.
00:06:23: Wir haben aber auch Tagungen, Workshops Wir haben Veranstaltungen für Kinder und kleinere Ausstellungen, also es ist ein ganzes Mix von verschiedenen Veranstaltung.
00:06:33: Es geht einfach darum dass dieses Haus was wirklich imposant und auch wirklich ein Kleinot ist zugänglich sein soll für alle und das soll kein Elfenbeinturm sein.
00:06:43: und von daher ist es ein breiter Mix.
00:06:44: und dann gibt's natürlich bestimmte Schwerpunkte wie jetzt im kommenden Jahr zum Beispiel wenn wir Inhaltbronn des European Green Capital Year feiern, dass wir auch da natürlich unseren Fokus auf bestimmte Veranstaltungen liegen.
00:06:57: Ja genau also es gibt wirklich verschiedene Formate.
00:07:00: Wir haben natürlich ein tolles Format.
00:07:02: Da bin ich ganz stolz Auch wenn's ein bisschen Augen zwingt und am Anfang gemeint war Debüt am See weil der See wirklich klein ist.
00:07:10: Und ich hatte mal Kolleginnen und Kollegen aus meiner Konstanzerzeit da die ihre Jahrestagung gemacht haben und als ich gesagt habe ja ich hab eine Reihe Debüt Wir haben die natürlich vom Bodensee her erst mal rausgeguckt, wo es da eigentlich ein See ist.
00:07:23: Aber müde geschmunt.
00:07:24: Das ist wirklich eine Reihe wie das ganze Programm.
00:07:29: Da ist so viel Herzblut drin und auch die Autoren sind alle begeistert.
00:07:34: Es ist das Ambiente, aber gleichzeitig auch der sehr enge Raum Publikum und die Gäste miteinander ins Gespräch kommen lässt, zum Austausch anregt.
00:07:44: Und das ist eigentlich der Hauptsinn des Literaturhauses, dass wir wirklich eine Plattform bieten für das Miteinander um zum Austauseus zu kommen.
00:07:53: wie gesagt über Literaturen auch politische Veranstaltungen über ganz verschiedene Formate.
00:07:57: Segment drei Debüt am See Neue Stimmen entdecken.
00:08:01: Wir haben ja gerade schon angesprochen ein Format des Literatuhauses heißt Debüt Am See.
00:08:05: Vielleicht können Sie noch mal ein bisschen mehr erläutern was genau dahinter steckt?
00:08:08: Die Idee war, dass Autorinnen und Autoren sind meistens Jüngere.
00:08:12: Aber es gab auch schon ein paar ältere, die dann ... am Ende ihres Berufslebens in die fiktionale Literatur einsteigen und Romanisch schreiben, Erzählungen schreiben.
00:08:21: Dass solche Stimmen, die man bisher nicht gehört hat, die bisher neu am Markt sind wenn ich das so flapp sich sagen darf dort zur Sprache kommen und einfach so ein bisschen begleiten.
00:08:31: auch wie sind die Startbedingungen für Autorinnen und Autoren zu Beginn ihrer Karriere?
00:08:38: Und das ist es ganz Spannende!
00:08:40: Für mich auch spannend.
00:08:41: natürlich sind wirklich tatsächlich die überwiegende Zahlen.
00:08:44: Es sind junge Autorinnen, vielfach junge Autoren, einige auch Autoren.
00:08:50: aber es ist einfach eine neue Sicht der Dinge.
00:08:54: Teilweise in einer neuen Sprache und das spannende und damit mit anderen Perspektiven ins Gespräch zu kommen sich auszutauschen.
00:09:01: Das ist fantastisch!
00:09:02: Was würden Sie denn sagen was macht denn so diese Debüs für sie besonders spannend?
00:09:06: Also was gefällt Ihnen da am
00:09:07: besten?!
00:09:09: Also es ist, ich hatte wirklich auch zum Teil schon Glück.
00:09:12: Ich habe Debitantinnen und Debitanten gehabt die dann kurz danach mit wirklich renommierten Preisen bedacht worden sind.
00:09:20: das war einfach teilweise Zufall und zum anderen ja sicherlich auch auch Glück.
00:09:27: Und das Spannende ist tatsächlich die neuen Perspektiven, teilweise auch neue sprachliche Zugänge jetzt aus der klassischen Beletristik vielleicht so nicht da sind.
00:09:37: Auch Sprachspielereien, dass es einfach macht Lust und Laune sich auseinanderzusetzen auch mit Themen die im Alltag in der breiten Bevölkerung gar nicht so diskutiert werden.
00:09:50: aber das ist ein ganz bunter Themenmix und das ist das Spannende.
00:09:55: Sehr schön!
00:09:55: Was würden Sie denn sagen?
00:09:57: Wie genau läuft dieser Prozess?
00:10:00: Autoren ausgesucht eingeladen, wie genau läuft das ab?
00:10:03: Das ist gar nicht so einfach zu beantworten.
00:10:05: Zum einen ist es natürlich ein Netzwerk.
00:10:09: ich habe schon viele Kontakte auch schon vorher gehabt in die Szene zum anderen jetzt im Laufe der kurzen Zeit natürlich auch die Verlage des Hauses bekannt.
00:10:20: Ich kriege täglich Zickangebote und PDFs und Vorschläge könnte täglich jetzt ungelogen drei Veranstaltungen machen und muss mich wirklich manchmal selber bremsen, weil es wirklich so viel tolle gute neue Literatur gibt oder bisher nicht entdeckte Literatur die auf den Markt kommt.
00:10:41: Das ist das eine.
00:10:42: also manches ist sicherlich auch Zufall wenn mir einfach was unterkommt.
00:10:46: ich kriege natürlich auch von Autorinnen und Autoren Tipps zu sagen Den könnten Sie, den könntest du dir mal anschauen.
00:10:53: Das ist eine Möglichkeit.
00:10:54: oder auch über das Netzwerk der Literaturhäuser.
00:10:57: Wenn man im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen darüber reden was steht so bei denen an?
00:11:02: Tagkommentipps!
00:11:03: Und natürlich auch ganz klassisch durch Besprechungen in Tageszeitung oder übrigen Anzeitungen.
00:11:09: Das macht sicherlich auch einen Punkt aus.
00:11:11: Warum könnte Debüt am See denn auch für Studierend interessant sein, die sonst eher selten zu Lesungen gehen oder vielleicht gar nicht den Zugang dazu haben?
00:11:22: Zum einen sicherlich von der Generationenfrage.
00:11:25: Die Autorinnen und Autoren sind wie gesagt in der Regel deutlich näher an der studierenden Generation als an der Generation meiner Literaturhausleiterin im Prinzip.
00:11:37: und zum anderen sicherlich der sprachliche Zugang.
00:11:40: Und zum dritten sicher auch, würde ich sagen einfach der geschützte Raum in dem Themenraum.
00:11:50: So wie wir beide kann man ganz unkompliziert ins Gespräch kommen in der Regel.
00:11:55: Das schätzt sowohl das Publikum aber auch die Autorinnen und Autoren sind Allein schon vom Raum und vom Ambiente begeistert.
00:12:01: Und dann aber auch vom Austausch mit dem Publikum.
00:12:04: Ja, stimmt!
00:12:05: Ich war jetzt auch schon dabei und ich kann euch jetzt meinen lieben Zuhörerinnen das auf jeden Fall ans Herz legen da mal zu einer Veranstaltung dazu zu stoßen.
00:12:14: Das ist nämlich auch super gut zum Networken und man kann ja wirklich was mitnehmen.
00:12:17: Segment vier Schreiben, Studieren, Heilbronn erleben.
00:12:20: Was ist denn die Grundidee von Wortsstadt-Heilbronn im Dialo?
00:12:24: Die allererste Idee, die ich damals hatte war, ich muss auch was anbieten weg vom klassischen Bildungsbürgertum.
00:12:31: Ich muss etwas für junge Leute und Menschen, die ganz andere kulturelle Hintergründe haben.
00:12:38: Da hatte ich eine Idee, man könnte mit anderen kooperieren und lange Rede kurzer sind oder.
00:12:43: ich bin dann auf die LMU München zugegangen.
00:12:46: Ich habe mich so Forschungslehrstuhlinhaber nicht, aber wir hatten uns dann ausgetauscht und da hatte ich ihm erzählt was ich so vorhabe.
00:12:55: Und einfach auch gesagt ja Halbronn ist eine wachsende Studierendenstadt Es gibt auch sehr viele Menschen mit Zubanderungsgeschichte und ich möchte einfach ganz breit und dann haben gesagt ja Preise ist vielleicht nichts richtig.
00:13:08: und so sind wir dann drauf gekommen.
00:13:10: Wir machen Schreibwerkstätten an Schulen Hochschulen und in der Lehrerverbildung.
00:13:15: Und die Idee war eigentlich, da geht es gar nicht um das die Studierenden oder Schülerinnen und Schüler hochpoetische Texte schreiben sondern einfach mit Autorinnen und Autoren die selber oft Migrationshintergrund haben oder vielfach Lehrerfahrungen haben in solchen Werkstätten mit denen ins Gespräch kommen gemeinsam über Texte nachdenken, über Sprache nachdenknen und den einen oder anderen Text auch verfassen.
00:13:39: Da gibt es dann auch Tipps von den Lehrenden und den Werkstattleiterinnen.
00:13:43: Und das hilft dann sicherlich einfach frei, ohne Notendruck, ohne Zwang, sich auszutauschen.
00:13:49: Das ist eigentlich der Kern dieses Projekts.
00:13:52: Sehr schön!
00:13:53: Wir hatten gerade schon einmal angesprochen, dass ja auch an die Studierende richtet, sei es jetzt von Natum oder von der Hochschule Heilbronn.
00:14:00: Wie genau sieht denn die Zusammenarbeit da aus?
00:14:02: Also ich meine, es läuft ja über das Studium Generaler richtig.
00:14:05: Genau!
00:14:05: Wir haben seit einem Jahr also seit zwei Semesters diese Dreierkooperation mit der TUM.
00:14:11: Vorher waren wir schon zwei Jahre lang an der Hochschule mit dem Projekt.
00:14:17: Es läuft in der Regel so dass es drei Samstag sind von zehn bis siebzehn Uhr mit einer Stunde Mittagspause eben dann auch mit den entsprechenden ETCS-Punkten und der Autor, die Autorin arbeitet stellt Texte vor gibt Impulse.
00:14:33: Man spricht über bestimmte Passagen.
00:14:36: dann gehen die Studierenden raus und kriegen eine Schreibaufgabe, eine kurze Schreib-Aufgabe natürlich nur und dann kommt man wieder im Plenum zusammen, stellt die Texte Vor.
00:14:46: so geht es eigentlich relativ.
00:14:49: also ich finde relativ schnell geht die Zeit um.
00:14:53: Ja, wie gesagt es ist ganz zwanglos und ohne Druck.
00:14:56: Und das ist eigentlich der Schöne.
00:14:57: Es ist ein geschützter Raum.
00:14:58: Das sind erfahrene Schreibwerkstätten, Leiterinnen und Leiter.
00:15:05: Also ich bedauere es dass sich nicht selber oft dabei sein kann aber dazu gibt's eine Koordinatorin und wie gesagt macht einfach richtig Spaß!
00:15:13: Man kann plötzlich dann auch im Schreiben merken ja was wie kreativ ich bin ohne dass ich vorher darüber nachgedacht habe.
00:15:21: und das ist das Schönen.
00:15:22: Wie
00:15:22: kann man sich denn so eine Schreibaufgabe vielleicht vorstellen, was für Richtungen oder Themen gibt es
00:15:27: da so?
00:15:27: Also wir haben jetzt zum Beispiel als das Thema eine Uni ein Buch war Clara und die Sonne.
00:15:32: Da waren natürlich das Thema KI im Mittelpunkt.
00:15:36: Wir hatten jetzt auch schon bei der letzten Kooperation das Thema Übersetzen, wie funktioniert Übersätzen.
00:15:45: Da geht es jetzt nicht darum, Wort für Wort zu übersetzen aber welche Sprachimplikationen bei verschiedenen Sprachen dann möglich sind.
00:15:52: Dann können wir auch gerne schon zur nächsten Frage überspringen und zwar warum kann kreatives Schreiben auch für Studierende spannend sein die vielleicht gar nicht irgendwas Literarisches studieren?
00:16:03: Weil ich denke es ist so wichtig dass jeder Übersprache nachdenkt.
00:16:10: Wir sagen es immer wieder, Sprache ist der Schlüssel zur Welt.
00:16:12: Nicht für das Studium und nicht für die Schule lerne ich mit der Sprache umzugehen sondern fürs Leben.
00:16:20: Es hilft einfach sich mal über bestimmte Dinge klar zu werden.
00:16:25: Auch im Austausch mit einem anderen versteht vielleicht etwas ganz anderes unter dem selben Wort.
00:16:31: Darüber sich Gedanken zu machen, das hilft tatsächlich auch im Leben und für das Schreiben bei Abschlussarbeiten oder Hausarbeiten.
00:16:41: Ich hatte jetzt vor kurzem ein Gespräch mit jemanden, da ging es auch um das Thema Literatur und das Thema Lesen.
00:16:46: Da wurde so ein bisschen darüber gesprochen, dass vor allem auch in meiner Generation jetzt und vielleicht in der die bisschen jünger sind noch, dass diese Art und Weise wie Sachen beschrieben werden sich total gewandelt hat.
00:16:57: also... Das zum Beispiel, wenn man eine Person beschreibt das mittlerweile viel oberflächlicher ist als es vielleicht früher war und dass dieser Zugang zur Literatur so wichtig ist damit man auch nicht nur klar immer beim Lesen etwas versteht sondern auch diese Kreativität nicht verliert.
00:17:12: Wer eigentlich früher ganz gerne gelesen hat oder irgendwie Lust hatte mal auch eine Kurzgeschichte zu schreiben da kann ich da wirklich empfehlen mal hier zum Stimmen Generale zu gehen uns einfach einmal auszuprobieren.
00:17:20: Ich denke da ist wirklich für jeden was mit dabei.
00:17:22: Ja das kann ich nur unterstreichen.
00:17:24: Und auch wie gesagt Von den Schreibwerkstätten unabhängiges lohnt sich immer, sich Übersprache über Texte auszutauschen und mit dem anderen ins Gespräch zu kommen.
00:17:34: Es muss gar nicht der tiefsinnige wissenschaftliche Diskurs sein, sondern einfach wie verstehst du das?
00:17:39: Also was denkst du darüber?
00:17:41: Und das reicht schon oft!
00:17:44: Was würden Sie denn so abschließend vielleicht Studierenden sagen die Lust hätten mitzumachen, sich aber vielleicht noch gar nicht so trauen oder ein paar
00:17:50: Hemmungen haben?
00:17:52: Wie gesagt letztendlich gibt ja einen Ruck es kann gar nichts passieren.
00:17:57: Es kann ja nichts passieren, das ist ein geschützter Raum.
00:18:00: du kannst eigentlich nur gewinnen und Erfahrungen sammeln ob dir das jetzt direkt beim Studium hilft oder nicht?
00:18:06: Das ist sekundär sondern tatsächlich es hilft dir in deiner Persönlichkeit sich zu öffnen sich mit anderen auszutauschen über bestimmte Dinge die im Alltag vielleicht so kurz kommen nachzudenken.
00:18:17: und ich glaube dass es unabhängig vom Studium oder von jeder Lebensphase ganz wichtig und ich denke also das Einzige was passieren können wenn du es nicht machst Du hast eine enorme Chance verpasst.
00:18:27: Ja, das glaube ich auch!
00:18:29: Dann vielen viel lieben Dank für diese Einblick in ein wirklich super wichtiges und spannendes Thema.
00:18:35: Abschließend kommt natürlich noch unsere zweitwichtigste Frage und zwar was trinken Sie denn zu Ihrem Döner?
00:18:40: Alkoholfreishefe?
00:18:43: Okay, sehr gute Wahl.
00:18:45: Dann ganz, ganz lieben Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhöhrer die heute wieder eingeschaltet haben zu hauen mit allem!
00:18:51: Ich freue mich sehr dass ihr dabei wart und falls ihr noch ein paar mehr Infos benötigt fürs Literaturhaus oder auch für das Stürmen General schaut gerne mal in die Beschreibung.
00:18:58: da werde ich euch ein bisschen was verlinken.
00:19:00: Ansonsten vielen Dank und bis zum nächsten Mal!
00:19:03: Tschüss!
00:19:03: Danke, tschüss.
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