Zukunft zum Mitnehmen - Circular Economy verstehen

Shownotes

In dieser Folge von HHN mit allem sprechen wir über Circular Economy – also darüber, wie Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange im Kreislauf gehalten werden können. Gemeinsam mit unseren Gästen Carola Schulz und Daniel Nill schauen wir darauf, warum Kreislaufwirtschaft gerade für Logistik und Supply Chain Management so relevant ist, welche Rolle Reparatur, Wiederverwendung, Rücknahme und Recycling spielen und warum funktionierende Kreisläufe in der Praxis oft so herausfordernd sind.

Am Beispiel der E-Auto-Batterie wird deutlich, wie komplex nachhaltige Lieferketten sein können und welche Chancen darin liegen. Außerdem sprechen wir über den digitalen Produktpass und darüber, wie er dabei helfen kann, Kreislaufwirtschaft transparenter und praktikabler zu machen.

Viel Spaß beim Zuhören!

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von HAN mit Alum.

00:00:07: Ich bin Maja

00:00:08: Und ich bin Abinav, heute sprechen wir über ein Thema das in Zukunft immer wichtiger wird Kreislaufwirtschaft.

00:00:14: Genauer gesagt geht es darum wie wir wegkommen von der klassischen Wegwerflogik also Produkte herstellen nutzt und danach entsorgen und hinzu Systemen in den Produkten Materialien und Ressourcen möglichst lange im Kreislof bleiben.

00:00:26: Dafür haben wir heute zwei Gäste bei uns im Podcast Schulz & Niel.

00:00:30: die beiden beschäftigen sich mit Kreislaufwirtschaft, Supply Chain Management und der Frage wie nachhaltige Systeme in der Praxis funktionieren können.

00:00:38: Herzlich

00:00:38: willkommen!

00:00:39: Schön dass Sie heute bei uns sind.

00:00:40: Hallo!

00:00:41: Bevor wir richtig ins Thema starten kommt natürlich für immer unsere erste Dönerfrage Wie essen sie Ihren Döna?

00:00:49: Ich esse lieber Jufka als Döne wenn ich ehrlich sein darf.

00:00:52: Ja auch gut.

00:00:53: Der ist ja auch Döners

00:00:55: oder Seele ist auch lecker.

00:00:57: Oh Seele, da

00:00:58: herrscht Wirt.

00:00:59: Also bei mir Hauptsache ohne Gurke.

00:01:07: Möchten Sie sich zu Beginn einmal kurz vorstellen und zählen womit Sie sich in Ihrer Arbeit besonders beschäftigen?

00:01:12: Ja, sehr gerne!

00:01:13: Mein Name ist Karola Schulz.

00:01:15: Ich bin Professorin für Supply Chain Management und leite die Heilbronn University Graduate School hier an der Hochschule Heilbron.

00:01:22: Und darin leite ich auch den Studiengang Master Supply chain management und was mich in der letzten Zeit viel beschäftigt hat oder in den letzten Jahren – und das mich richtig begeistert ist eben zu gucken wie die Logistik dazu beitragen kann unsere Wirtschaft Zirkulärer zu machen.

00:01:36: Ja, und ich bin Daniel Nill.

00:01:38: Ich Bin Perspektivprofessor.

00:01:39: Das klingt sehr ambitioniert.

00:01:41: Ist es auch?

00:01:42: Meine Perspektive ist, dass ich ein vollwertiger Professor hier an der Hochschule sein darf.

00:01:46: Bedeutet aber, dass sich zu fünfzig Prozent meiner Zeit an der Technischen Universität München promoviere im Bereich digitaler Produktpass also welchen Mehrwert diese neue Einrichtung in Produktökosystemen leisten kann.

00:02:01: und zu den anderen fünfzig prozent darf ich an der hochschule halt Bronn in der Fakultät in der eben auch Karole aktiv ist auch in der Haxe quasi meine Chefin.

00:02:10: Darf ich Vorlesungen halten im Bereich von digitalen Geschäftsmodellen, die Digitalisierung und Technologie?

00:02:17: Muss das Ganze immer so ein bisschen auch auf den Fokus?

00:02:19: wie kann man Technologien nutzen um Zustände zu verbessern oder eben auch des Thema Kreislaufwirtschaft stärker voranzubringen.

00:02:26: Beides super spannende Themen.

00:02:28: wenn wir von Kreislaufwirtschaft

00:02:29: oder Circular

00:02:30: Economy sprechen was genau ist damit eigentlich gemeint?

00:02:34: Also ich würde das Ganze gerne anhand von einem Bild erklären.

00:02:37: Und mir gefällt der Begriff circular economy auch ein bisschen besser als kreislaufwirtschaft, weil kreislaufwirtschaft hört sich... Das kommt so aus dem Abfallwirtschaftsgesetz aus den Neunzigern und da ging es darum Recyclingquoten festzulegen und eigentlich ist circular economy oder Kreislauf Wirtschaft mehr als einfach nur irgendwas zu recyceln.

00:02:57: Dieser Begriff Circular Economy, der enthält das irgendwie ein bisschen mehr und ist nicht so vorbelastet wie dieses Kreislaufwirtschaft mit viel Recycling.

00:03:03: Und deshalb gefällt mir der Begriff Circular Economy mehr auch wenn eigentlich die Übersetzung von Kreislaufwirtschaft ist.

00:03:09: Also um es ein bisschen besser zu veranschaulichen möchte ich das gerne anhand vom Auto erklären.

00:03:15: Stellen Sie sich vor sie haben einen Berg und je höher sie diesen Berg steigen desto mehr hat ihr Produkt an Wert.

00:03:24: Das ist diese Wertschöpfung!

00:03:25: Und am Anfang, wenn Sie ein Auto produzieren wollen, müssen sie erst mal die Rohstoffe irgendwo extrahieren.

00:03:30: Dann steigen Sie schon ein bisschen diesen Berg hoch und dann machen Sie dann hier draus die Teile und Komponenten, dann steigen sie noch ein bisschen höher weil das Produkt noch mehr Wert hat.

00:03:39: Dann wird das Ganze zusammengebaut zu einem Auto.

00:03:42: Hat es noch mehr wert?

00:03:43: Und dann kriegen Sie das als Benutzer.

00:03:45: Dann sind Sie oben auf dem Top of the Hill sozusagen – das nennt man auch den Value-Hill – und dort nutzen Sie dann Ihr Auto.

00:03:52: Und freuen sich als Konsument dass Sie ein fahrendes Auto haben!

00:03:55: So, jetzt hat sich ihre Lebenssituation vielleicht verändert.

00:03:58: Sie brauchen gar kein Auto mehr weil sie sind in die Großstadt gezogen und dann könnten sie ja jetzt einfach ihr Auto wegwerfen, weil es ist für sie ja nichts mehr wert, weil sie es nicht mehr benötigen.

00:04:09: Und statt dass sie's aber weg werfen das Auto ist ja eigentlich noch gut nutzbar verkaufen sie das einfach irgendjemand anderem, also haben Sie einen Secondhand Market für Autos.

00:04:20: Das ist super weil dann am längsten ja dieses Auto auf diesem Top of the Hill bleiben kann und dass es Ziel von der Kreislaufwirtschaft oder von Circular Economy, dass wir die Produkte so lange wie möglich oben auf diesen Gipfel halten wollen und solange wie möglich nutzen wollen.

00:04:34: Weil dann hat sich das ja richtig gelohnt diesen ganzen Werteaufbau den Berg hochzusteigen statt einfach das Runterpurzeln zu lassen und sagen ja brauche ich nicht mehr weggeworfen.

00:04:43: Jetzt kann es natürlich sein, dass der Auto irgendwann mal ein Problem hat.

00:04:46: Irgendwas kaputt ist oder die Reisen abgefahren sind.

00:04:50: Dann verliert das Auto an Wert also rutscht es ein bisschen runter und wieder im Berg auf der anderen Seite Und dann haben sie ja die Möglichkeit einfach neue Reifen zu kaufen und dann können Sie das Auto reparieren und dann rutschts wieder nach oben auf den Gipfelten Sie können's weiter benutzen.

00:05:05: Also sie haben nicht das Auto weggeworfen und gesagt, oh Reifen kaputt ich kaufe mir ein neues.

00:05:09: Sondern Sie haben einfach durch den kleinen Ersatz von diesen Reifen ist geschaffen wieder die Nutzungsdauer zu verlängern.

00:05:16: Jetzt kann man es nicht immer reparieren.

00:05:18: Es kann sein ja Auto so kaputt dass es tatsächlich nicht mehr lohnt wirtschaftlich das zu reparieren.

00:05:25: dann bringen sie's eben zum Schrotthändler und der baut noch ihren Start daraus oder auch die Reifen und nutzt alles was man irgendwie noch verwerten kann oder irgendwie verwenden kann und verkauft diese Teile wiederum als Ersatzteile für andere Autos.

00:05:39: oder falls die nicht mehr so benutzbar sind, können sie auch aus den Autos rausgebaut werden.

00:05:44: Eben wie zum Beispiel einen Starter der wird dann in einem industriellen Prozess wieder aufbereitet und als Ersetzteil an Werkstätten wiederverkauft sodass das wieder in Autos als Erszteil reingebaut werden kann.

00:05:54: also behalten wir immer noch Wert von dem ganzen.

00:05:57: Auf den Bergsteigen erhalten wir immer nur den Wert von den einzelnen Teilen und Komponenten ganze Auto vielleicht nicht mehr da ist.

00:06:05: Und dann selbst wenn das nicht mehr geht, können wir immer noch unten wieder weiter runterrutschen den Berg was diese Wertigkeit betrifft von dem Auto.

00:06:14: Dann nehmen wir halt das Blechschmelzens wieder ein und nutzen das Material wieder.

00:06:18: Da sind wir beim Recyclingen.

00:06:20: Wenn das nicht mal geht, dann landet es irgendwann auf der Müllkippe oder wird verbrannt.

00:06:24: Selbst Verbrennung ist die thermische Verwertung.

00:06:29: in diesem Material drin haben.

00:06:30: Also auch dann ist es immer noch besser als einfach irgendwo hinzuschmeißen und nicht mehr zu nutzen.

00:06:36: Und was jetzt, also das ist bei der Automobilindustrie ist das sehr gut und funktioniert das auch sehr gut weil man diese Kreislaufwirtschaft oder diese Circular Economy auch schon sehr gut etabliert hat und da gibt's Geschäftsmodelle die das Ganze auch finanziell erschwinglich machen.

00:06:51: Es gibt ein teuer Satzteilmarkt.

00:06:53: Das ist aber natürlich nicht für allen Produkten so.

00:06:56: Also wenn Sie ein altes Handy haben, weiß ich nicht wie viele Leute sagen.

00:06:58: Ich repariere das jetzt.

00:07:00: Meistens landet es halt irgendwo in der Schublade und da bleibt's dann auch die nächsten zwanzig Jahre vielleicht liegen.

00:07:05: Und was da alles an Ressourcen drinsteckt und was verschwendet wird ist schade weil wir haben ja so viel Energie reingesteckt, Ressoursen, Arbeitskräfte, Rohstoffe um überhaupt auf diesen Hill zu kommen und damit ist die ganze Energie verloren.

00:07:26: Und Ziel von dieser Economy ist eben diesen Wert, so lange wie möglich zu erhalten und so lange als möglich oben irgendwie auf diesem Berg bleiben und nicht den gesamten Wert verlieren.

00:07:37: Warum ist das Thema gerade aus Sicht von Logistik und Supply Chain Management so relevant?

00:07:42: Das ist besonders relevant weil sie ja irgendwie an die Produkte kommen müssen.

00:07:47: also jetzt wenn wir nochmal dieses Handy angucken, wie kriege ich das denn aus ihrer Schublade wieder raus?

00:07:51: Also, damit ich das dann verwerten kann oder auch die Rohstoffe wieder bekomme.

00:07:55: Und da braucht es eben funktionierende Rücknahmesysteme und nicht nur Rücknahmsysteme sondern sie müssen auch irgendwie wirtschaftlich sein.

00:08:03: also wenn ich jetzt bei jedem an die Tür klopfe und Handys einsamle Dann ist es eigentlich nicht wirtschaftelig das einzusammeln.

00:08:09: Wenn ich das aber in irgendeinem Prozess integriere der vielleicht eh schon da ist dass sich größere Mengen auf einmal transportieren kann dann macht das ganze wirtschaftlicher Sinn und Zirkler-Economie funktioniert auch nur Irgendwie eine Wirtschaftlichkeit da ist und wenn man Gewinne daraus erziehen kann.

00:08:24: Ansonsten, es ist schön und nachhaltig und ethisch sicherlich moralisch sinnvolles zu tun.

00:08:30: aber am besten funktioniert's eben, wenn man auch Gewinn rausziehen kann, das wirtschaftlich ist Und das kann die Logistik sehr gut unterstützen und das Supply Chair Management dass man von Anfang bis Ende im Gesamtsystem schon durchplant wie kriege ich das zurück?

00:08:42: Wie kann Ich den Wert erhalten?

00:08:43: Wie ersetze ich die Teile und wie kann ich am Sinnvollsten meine Fahrten auslasten, mit Rückläufern und mit Produkten die vielleicht in die andere Richtung gehen um das ganze wirtschaftlich zu machen.

00:08:56: Es gibt ja schon einige Hersteller dieses Machens Beispiel.

00:08:58: Apple nimmt ja immer die Altgeräte jetzt seit kurzem und da regt man auch Geld dafür.

00:09:02: ich glaube dass es auch sehr attraktiv für viele Kunden das dann abzugeben dann dafür.

00:09:07: vielleicht ist Geld dann für die neue Handyanzahlung zu machen.

00:09:11: Genau, aber irgendwie muss man ja die Kunden dazu bewegen auch tatsächlich das abzugeben.

00:09:16: oder gibt es verschiedene Anreize.

00:09:19: Wobei?

00:09:19: Apple ist ein ganz gutes Beispiel wo auf der einen Seite Circle Economy sehr hoch gespielt wird und auf der anderen Seite auch tatsächlich dagegen gearbeitet wird.

00:09:27: also sehr überspitzt formuliert.

00:09:29: Nehmen wir ein Beispiel wenn ich jetzt ein MacBook habe Dann sind die Teile auf der Platine verklebt.

00:09:36: Das bedeutet, wenn etwas kaputt geht kann ich es nicht reparieren weil es keine Schraubverbindung oder ähnliches ist.

00:09:42: Sondern weil die eben in der Produktion verklebt werden und damit isst die Möglichkeit der Reparatur eingeschränkt hat.

00:09:48: das bedeutet Ich im Rahmen der Circle Economy muss sich im Endeffekt in Teilen ein neues Gerät erwerben Weil ich das alte nicht mehr reparieren kann.

00:09:57: Und das ist ja auch was also?

00:09:59: das ist vielleicht auch ein wichtiger Punkt dem an der Stelle auch mal ganz kurz erwähnen sollten Circle Economy das entsteht schon im Produkt Innovationsprozess, also wie entsteht ein Produkt?

00:10:09: und in dem Moment wo ich mir ein Produkt überlege.

00:10:12: Wie ist das Produkt hergestellt?

00:10:13: Wo wird es hergestellt?

00:10:14: aus welchen Materialien wird's hergestellt?

00:10:16: da kommt eben auch das hören wir ja auch an der einen oder anderen Stelle immer das Recht auf Reparatur Kommt da eben auch mit rein dass Es eben die Fertigungsmethoden die ich in meiner Produktion habe Die entscheiden darüber wie reparierfähig mein produkt später ist.

00:10:29: Und gerade Apple ist jetzt ein Beispiel des Machen, nicht nur Apple das machen mehrere.

00:10:33: Gerade in dem aber elektronischen Bauteile, elektronische Geräte markt werden eben aus Effizienzgründen in der Produktion viele Teile einfach schlicht verklebt weil es natürlich auch haltbar ist.

00:10:45: auf der einen Seite also verlängertes Produkt Lebensstügel und auf die anderen Seite wenn etwas kaputt geht kann ich das nun sehr sehr aufwendig reparieren.

00:10:52: Ich habe ein Beispiel, ich hab einen Staubsauger da Das Ding, wo man es anmacht.

00:10:59: Wie heißt das?

00:10:59: der Drücker?

00:11:00: Um den Einschalt... Der Drückern ist gut!

00:11:02: Der ist kaputt gegangen und da ist eine Feder gebrochen.

00:11:04: Und um diese Feder auszutauschen muss man diesen kompletten Staubsauger auseinanderlegen.

00:11:08: Muss dann Klebeung wirklich entfernen.

00:11:11: Manuell was man eigentlich nicht machen sollte aber was man natürlich macht.

00:11:14: Dann habe ich quasi das Ersatzteil kostet fünf Euro.

00:11:16: Der Staubsauger in sich sind aber keine Ahnung, dreihundert irgendwas Euro.

00:11:20: Das heisst mit ein paar Euro und viel Klebereststoffentfernung kann ich dieses Ding wieder herstellen.

00:11:26: andere, die eben nicht diesen Antrieb haben.

00:11:28: Die würden dieses Produkt nehmen und wegwerfen und Neues kaufen.

00:11:31: Und deswegen wenn wir über Circle Economy sprechen müssen wir auch darüber sprechen wie entstehen die Produkte?

00:11:37: In der Produktgestaltung steckt so ein sehr viel Circle Economy Fähigkeit drin für später weil die Produktionsmethoden schon darüber entscheiden wie stark ich eben tatsächlich mit dem Produkt noch arbeiten kann.

00:11:49: das ist vielleicht den Punkt dem auch noch erwähnen soll

00:11:51: und auch weil du das gesagt hast Es geht ja auch nicht nur darum, wie ist das Produkt designt.

00:11:56: Sondern was habe ich für ein Geschäftsmodell?

00:11:58: Weil die typischen linearen Geschäfts-Modelle sind so, dass sich möglichst viel... Ich verdiene sehr viel als Unternehmen wenn ich ganz viel verkaufe also wenn sie... Wenn ein neues iPhone rauskommt und ich möchte, dass die Leute ein neues Iphone kaufen dann mache ich es attraktiv.

00:12:12: Dann sollen die bitte die alte Version nicht mehr verwenden weil Apple damit verdient, dass Sie immer wieder ein neues Telefon kaufen Und nicht weil Sie ihrs zehn Jahre lang verwenden.

00:12:21: Da hat Apple einmal was heroin, aber nicht permanent.

00:12:25: Und deshalb ist Circular Economy vor allem auch das Umdenken von Geschäftsmodellen.

00:12:29: Dass man eben nicht hauptsächlich damit Geld verdient dass man immer wieder neue Produkte und möglichst viele verkaufen möchte sondern dass man vielleicht über Leasing, über Paper-Use... andere Arten der Einnahmequellen hat, die ebenfalls entweder ergänzend oder substituieren zu dem Markt.

00:12:46: Zu dem Linie-Angeschäftsmodell.

00:12:48: Einnahmequalenschaften und das Unternehmen trotzdem profitabel machen.

00:12:52: Und diese zwei Geschäftsmodelle einmal ich mache Paper Use und ich mache aber auch... Ich verkaufe die Produkte an sich.

00:12:58: Die können sich natürlich kanibalisieren zum Beispiel Hilti, die verkaufen Tools also Bohrmaschinen zum Beispiel Und die bieten ihr einmal an, ich kann ob die Bohrmaschine kaufen oder ich leihme diese Bohr Maschine und kaufe mir die Leistung ein.

00:13:18: Und dann funktioniert ja auch immer so lange ich die benötige weil wenn da was kaputt ist kriege ich von denen einfach eine neue solange ich sie eben brauche.

00:13:25: und ich zahl eben.

00:13:26: oder auch bei Maschinen, ich zahle den Output Ob die Maschine gewartet wurde oder da muss ich mich überhaupt nicht darum kümmern.

00:13:33: Ich will einfach nur, dass die Sachen produziert, die ich gerne hätte und ich zahle dann einfach für das was am Ende rausgekommen ist.

00:13:39: und um Rest kümmert sich der Maschinenbauer.

00:13:41: Der verkauft nicht mehr die Maschine sondern die Leistung.

00:13:45: Und damit hat der Maschenbauer ja einen viel höheren Anreiz die Maschin so lange laufen zu lassen wie möglich, so effizient super zu warten, super reparaturfähig zu machen und verdient damit er auch Geld.

00:13:56: Aber dafür verkauft er halt die Maschinen nicht mehr.

00:13:58: Und das heißt, da ist ein großer Schiff in den Geschäftsmodellen drin und dass es glaube ich die größte Herausforderung, die mir Wirtschaft hat diese Transformation zwischen diesen Geschäfts-Modellen so zu machen, dass das alte Geschäfts Modell... Dass das Unternehmen dabei nicht bankrott geht, man sich nicht gegenseitig in einem Unternehmen kanibalisiert und am Ende des Unternehmens pleitegeht sondern dass man eben noch mehr Gewinn macht und diese Gewinne aus den potentiellen zusätzlichen Möglichkeiten durch die Circular Economy dass man die gescheit nutzt.

00:14:27: Segment

00:14:27: zwei,

00:14:28: wenn Produkte länger leben sollen.

00:14:31: Ein zentraler Gedanke ist ja die längere Nutzbarkeit eines Produktes.

00:14:35: Was bedeutet das konkret in der Praxis?

00:14:38: Das hatte der Herr Niljahr gerade schon gesagt Dass es wichtig ist, dass das Produkt schon mal so design sein muss, dass es länger haltbar ist.

00:14:47: Der Anreiz dafür ist, so wie ich es auch gerade gesagt habe, dass das Geschäftsmodell schon darauf ausgelegt ist.

00:14:52: Und es gibt Unternehmen, deren Geschäfts-Modell war schon immer so, dass die auf Langlebigkeit gesetzt haben wie Miele oder sowas.

00:14:58: Da verkauft man eine Waschmaschine oder eine Spülmaschine, wo man davon ausgehen kann.

00:15:04: Die hält länger als irgendeine Billigmaschine weil da hochwertige Teile drin sind und sie haben besseren Service und dann zahlt man aber am Anfang mehr.

00:15:13: Und die werden aber dann eben schon so designen, dass sie darauf ausgelegt sind.

00:15:17: Es muss natürlich die Reparierbarkeit, die Yandel gesagt hat, muss natürlich gegeben sein weil ansonsten wenn ein Produkt eben verschweißt ist und ich muss es danach wegschmeißen und alles austauschen kann das halt auch nicht mehr länger... Die Nutzungsdauer nicht mehr lange erhalten.

00:15:33: Und gleich hast du noch einen Beispiel Daniel?

00:15:39: Also im Endeffekt geht's ja darum Je nachhaltiger um.

00:15:45: auch das Thema länger mal geht auch um Nachhaltigkeit.

00:15:48: Je länger wir etwas nutzen, desto weniger müssen wir eben die Dinge neu anschaffen.

00:15:53: und wenn ich im Endeffekt gerade im Bereich Circle Economy auch mehr Informationen über das Produkt habe, was ich nutze.

00:16:00: Also wenn ich irgendwo weiß wie es noch der Lebenszyklus ist... Ich weiß nicht ob ihr das schon mal gemacht habt aber habt ihr immer geguckt wie der Status eurer iPhone-Batterie oder eueres Mobiltelefonbatteries ist?

00:16:11: Aber also damit befasst man sich ja eigentlich zu wenig.

00:16:14: Wir als User sind ja auch nicht achtsam im Endeffekt weil wir immer über die Nacht des Dinges Vollpumpen über den Tag verbrauchen.

00:16:24: Aber in der Art und Weise wie wir Produkte nutzen, sind wir auch nicht immer nachhaltig und nicht immer produktschonend.

00:16:30: Es geht ja nicht nur um das Produkt selbst sondern auch um die Art und Weise, wie wir mit dem Produkten umgehen.

00:16:36: Das ist ja auch ein Punkt, den dem Circle Economy auch stärker getrieben werden muss dass über neue Geschäftsmodelle, über Anreize im Prinzip als Endnutzer etwas achtsamer sind weil wir sagen zwar Nachhaltigkeit ist uns total wichtig, aber wenn wir da mal an der einen oder anderen Stelle auf unser Nutzungsverhalten schauen weiß ich nicht ob das immer so zu hundert Prozent nachhaltig ist.

00:16:59: Also an der Stelle würde ich dann schon auch sagen kommt es auch auf uns als Nutzer darauf an wie wir eben die Produkte, die wir im täglichen Umgang haben entweder pflegen warten oder überhaupt uns mal Gedanken machen oder generell brauche ich das jetzt wirklich?

00:17:17: Oder mache Ja, also früher ist man immer das Thema Mobilität.

00:17:24: Das ist heute nicht mehr so en vogue aber früher ist es mir einfach auch sinnfrei durch die Stadt gefahren und hat mal geguckt was los ist.

00:17:33: Was machen wir?

00:17:33: Wir fahren eine Runde spazieren vor allem als Führerschein.

00:17:35: Neuling ist natürlich ein Highlight und der Nachhaltigkeitsaspekt eine totale Katastrophe.

00:17:41: Also, ich glaube und da haben wir aber auch teilweise zu wenig Informationen.

00:17:45: Da sind wir auch einfach nicht mündig genug weil wir wissen was man tun sollte und was man lassen sollte.

00:17:50: und da braucht es glaub ich im Bereich der Circle Economy auch Mittel-und Wege wie wir einfacher und nicht so oberlehrerhaft das einer mit dem Zeigefinger um die Ecke kommt und sagt nein jetzt nichts sondern wie vielleicht Dinge auch automatisiert ablaufen können wie wir da eben die Produkte länger nutzen können?

00:18:06: Weil je länger wir etwas nutzen ist so besser.

00:18:09: Ja, weil das so weniger muss eben recycelt werden oder eben abgescykelt werden.

00:18:14: Oder was auch immer.

00:18:16: Das ist ja initial die Nutzsitzungsdauer für ein Gerät.

00:18:20: Wenn wir die verlängern können haben wir schon mal einen großes Asset geschafft in dem Bereich der Säulekonomie.

00:18:25: Man sagt auch, das gibt den Begriff Prosumer statt Consumer.

00:18:29: Das sind die aktiven Konsumenten, die dafür sorgen dass dann auch tatsächlich die Produkte wieder zurückfließen oder die Rohstoffe wieder zurück fließen also dass man proaktiv teilnimmt an diesem Prozess.

00:18:40: und ich glaube auch dass manchmal abgesehen davon dass vielleicht uns es gar nicht so wichtig ist oder sowas.

00:18:46: Es muss die Hürde das Produkt wieder zurück zu bringen muss so gering sein und sich daran zu beteiligen an diesen an diesem Kreislauf dass die Konsumenten da mitmachen.

00:18:56: Jetzt, die PET-Flasche zum Beispiel.

00:18:59: Vorher haben die Leute sie einfach weggeschmissen.

00:19:01: jetzt, wo ca.

00:19:02: twenty-fünf Cent Pfand drauf sind ist es nicht besonders viel.

00:19:05: aber da sammelt man das zu Hause und bringt seinen Riesensack zur irgendeinem Automaten und schaut, dass man sein Geld dann wieder zurückbekommt.

00:19:13: und alleine dieser Pfandanreiz sorgt dafür, dass dieses PET im Kreislauf drin bleibt.

00:19:17: und diese Kreislaufflasche funktioniert ja auch schon ganz gut Und das bräuchte man eigentlich in anderen Bereichen noch ein bisschen mehr.

00:19:24: Auch dass vielleicht Anbieter diese Reparaturfähigkeit, also selbst wenn jetzt das MacBook-Reparierfähig wäre dann muss ich auch die Möglichkeit haben es zu reparieren entweder selber ob die Leute unbedingt den Anreiz haben selber zu tun oder auch die Fähigkeiten selber zu machen.

00:19:42: Das muss man da hingestellt.

00:19:43: aber es gibt viele YouTube Videos inzwischen wie repariere ich meine Waschmaschine?

00:19:47: Ja, stimmt.

00:19:48: Aber ich auch schon genutzt, da erfolgskeh' ich immer.

00:19:52: Und das ist schon mal super hilfreich!

00:19:53: Also selbst wenn es Ersatzteile gibt und so was aber ich nicht weiß wie ich das repariere, wie ich da dran komme oder das Ersatzteil besorgen kaufen und bis das ankommt teurer als die neue Waschmaschine dann brauche ich das auch nicht mehr.

00:20:06: also nur die Reparierfähigkeit hilft noch nicht das ganze richtig zu etablieren sondern auch dass diese Reparatursysteme funktionieren, dass die Konsumenten oder die Prosumenten da mitmachen.

00:20:21: Und da würde ich gerne auch noch ein Beispiel nennen von VD, die auch anbieten zum Beispiel wenn man einen Loch im Rucksack hat oder da ist irgendwas abgerissen das man das reparieren lassen kann bei denen und natürlich muss man dann erst mal wieder das dorthin schicken oder man geht dort in den Repair Shop und ist dabei wenn es repariert wird.

00:20:38: aber alleine dass sie das anbietet finde Selbst wenn die Hürde das vielleicht zu machen für manche noch so groß ist und sie sagen, bevor ich jetzt hier das Loch flicken lasse, kaufe ich mir doch einen neuen Rucksack.

00:20:48: Aber da sind schon mal Ansätze, die in die richtige Richtung gehen.

00:20:51: Was würden Sie denn sagen?

00:20:52: Was braucht es dann damit aus einer guten Idee am Ende testlich auch ein nachhaltiges System wird?

00:20:56: Sie hätten es ja gerade schon bisschen angeschnitten.

00:20:58: Die Wirtschaftlichkeit.

00:20:59: Am Ende geht's immer um Geld.

00:21:02: Es muss sich am Ende rechnen.

00:21:04: Und ob sich was rechnet... Das liegt am Geschäftsmodell und auch an dem Verhalten der Konsumenten.

00:21:15: Es gibt aber natürlich auch die Möglichkeit, über Politik- und Regulationen Einflussnahme zu üben durch das Pfandsystem zum Beispiel.

00:21:21: Wenn das gesetzlich eingeführt ist, dass es für PET Flaschen eben Pfand einzuführen ist ein Pfandsystem dann lohnt sich plötzlich irgendwas was ich vielleicht vorher nicht gelohnt hat weil die Akteure sich unterschiedlich verhalten.

00:21:33: Und es gibt jetzt relativ viele Gesetzgebungen in dem Bereich, um das Ganze zu fördern.

00:21:37: Zum Beispiel die Packaging, Packaging Waste Regulation, PPWR wo's vor allem um Verpackung geht und mehr Wegverpackungen, um dort gerade im Verpackungsbereich mehr Circular Economy herzustellen oder auch der digitale Produktpass über den Werner auch noch sprechen werden.

00:21:59: Als Beispiel möchten wir die E-Autobatterie bei Autos anschauen.

00:22:02: Warum eignet sich gerade dieses Produkt besonders gut, um Kreislaufwirtschaft zu erklären?

00:22:07: Weil die Autobatterie ein Beispiel dafür ist wo wir aktuell nicht alle Informationen über ein Produkt haben wenn wir es nutzen.

00:22:15: also jetzt nehmen mal die Auto Batterie.

00:22:19: Es geht ja nicht um die kleine Batterie die das Auto startet sondern es geht dann um die Batterien Elektrofahrzeugen und der digitale Produktpass ab dem ersten Februar, für eine gewisse Kategorie dieser Elektro-Batterien für die Autos.

00:22:35: Weil sie eben sehr groß sind und man eben festgestellt hat das A der Wiederverkauf von Elektroautos aktuell noch nicht so richtig läuft.

00:22:43: also man sieht es ja wenn es um gebrauchte Elektrofahrzeuge geht, dass da nicht die Nachfrage am Markt ist, die eigentlich da sein sollte.

00:22:52: Und zum zweiten ist es einfach auch so das, wenn ich mir jetzt rein technologisch diese Autobatterie anschaue dann ist in dem Moment wo ich das Steuergerät also das Gerät was steuert wie wird die Batterie geladen?

00:23:02: Die Ladeströme etc.

00:23:04: steuern die verhindern das die Batteries überhitzt.

00:23:07: In den momenten wo ich dieses Gerät von der Autobatteri trenne habe ich in der Elektroautobatterie im Endeffekt ein dummes Produkt um es jetzt mal sehr salopp zu formulieren, weil diese Autobatterie hat dann keinerlei Informationen mehr.

00:23:20: Weil die Anzahl der Ladezyklen, Lastspitzen

00:23:23: etc.,

00:23:23: die stecken alle im Steuergerät.

00:23:25: So!

00:23:25: Jetzt habe ich da eine Neunzig Kilowatt-Batterie, die ich für mich Zuhause als tollen Energiespeicher nutzen könnte.

00:23:32: Ich hab aber keinerlei Information wie's der Batterie eigentlich geht.

00:23:36: also anders als beim iPhone kann ich nicht sagen ihre Batterie hat noch achtundachtzig Prozent ihrer Kapazität sondern das ist einfach neunzig KW.

00:23:43: Konnte die Mal.

00:23:45: Du musst gucken, was da jetzt rauskommt.

00:23:47: So und der digitale Produkt passt jetzt eben dazu dass die essenziellen Informationen zu diesem Produkt am Produkt selber geknüpft sind.

00:23:56: Bedeutet über einen QR-Code oder einen NFC Chip kann ich jetzt eben den digitalen Produkt pass, das kann man sich vorstellen abstrahiert formuliert wie ein digitaler Zwilling.

00:24:06: also es heißt ein digitales Abbild von der Batterie.

00:24:08: und dann weiß ich eben wie oft wurde die Batterie geladen?

00:24:12: hat er die mal eine tiefen Entladung hatte die irgendwo Lastspitzen ist die regelmäßig geladen worden ist die Mal längere Zeit gestanden?

00:24:18: Also Ich habe viele Informationen die Nutzungsart und Häufigkeit des Produktes.

00:24:24: Und wenn ich mir jetzt überlege, dass ich ein gebrauchtes Produkt kaufe bei einem T-Shirt sehe, ich hatte es irgendwo Löcher oder ist da irgendwas aufgerissen in eine Batterie kann ich nicht reingucken.

00:24:33: das bedeutet ich als eventueller Käufer einer Batterie auf dem Zweitmarkt also quasi Plattform, wo dann im Prinzip gebraucht der Autobatterien verkauft werden können.

00:24:43: Weil das Fahrzeug per se recycelt wird oder eben entsprechend anderen Verwendungen zugeführt wird.

00:24:48: ich habe mehr Informationen um das Produkt zu nutzen.

00:24:50: Das ist eine also quasi eine Transparenz über den Zustand eines Produktes.

00:24:55: Das zweite was daran beinhaltet ist wenn man sich jetzt mal anguckt wie heute eine Autobatterie recyclet wird.

00:25:00: Wenn ebenso ein Auto den Lebenszyklus am Ende erreicht hat Also wir unten am Berg abgefahren sind Dann werden die Batterien in der Regel mechanisch zerbrochen Und dann versucht irgendwie zu recyceln, weil die Recycler nicht wissen wie man die Autobatterie demontiert.

00:25:17: Ja, also das heißt es ist ein sehr komplexer Vorgang weil so eine Autobatterie an sich ist er jetzt auch nicht in technisch triviales Produkt.

00:25:23: Da ist Checkler schon sehr viel Technologie drin und der Recycler zerbricht dann, weil das eben für ihn am effizientesten ist.

00:25:30: Das sind wir wieder beim Thema Geschäftsmodell.

00:25:32: Das Ding einfach zu zerbrechen und dann irgendwie mit Magneten die Eisen rauszuholen etc.

00:25:38: seltene Erden möchte ich gar nicht erst anfangen.

00:25:40: Es ist ein aufwendiger Prozess.

00:25:41: wenn ich aber mit der Autobatterien Anleitung mitbekomme wie dieses Ding schnell und einfach auseinander gibt werden kann, dann kann ich als Recycler diese Batterie einfacher demontieren und sie einfacher sortenreiner recyceln.

00:25:54: Und damit den Wert, den ich aus dieser Autobatterie nicht mehr verwendet wird generieren kann erhöhen.

00:25:59: Das heißt für mich ist es ein Anreiz und gerade auch über die Rohstoffverwendung, die ja in Batterien sehr stark mit Rohstoffknappheit versehen ist wo wir ja nicht unbedingt unendliche Vorkommen haben um unendlich viele Batterien herzustellen.

00:26:14: Da ist es natürlich ein Mehrwert, dass ich dann eben weiß okay diese Materialien sind enthalten und daraus kann ich dann im Endeffekt das Recyclingergebnis enorm verbessern.

00:26:23: Und das dritte was natürlich auch ist, ich weiss halt sehr genau wo wurde die Batterie hergestellt?

00:26:27: Welche Transportwege hat die Batteries vielleicht schon hinter sich?

00:26:30: und wie ist der eigentliche Fußabdruck also der CO²-Fußabdruck des Produktes, was ich bis hierhin verwendet habe und was kann ich da dagegen auch vielleicht tun um diesen vielleicht bis dahin negativen Abdruck entsprechend wieder zu kompensieren Positivität umzukehren.

00:26:45: Also das heißt für mich Als Endnutzer hat es einen enormen Vorteil, dass ich mündiger informierter bin weil ich eben transparenter in die Nutzungsdaten der Batterie gucken kann und die nicht einfach wo man sagt ja hier neunzig Kilowatt Versuchste halt heut-heuteu.

00:26:58: Ja dafür kriegst das günstiger.

00:27:00: Es ist damit für mich attraktiver eine gebrauchte Batterie zu kaufen statt einer neue anzuschaffen.

00:27:05: also den den Zweitmarkt Den Second Lifezyklus von dem Produkt kann Ich damit erhöhen um dann aber im Umkehrschluss auch Zu Wissen Dass Wenn Das Produkt Dann Irgendwann den end of lifezykles erreicht hat recycelt werden kann, dass ich dann eben Sortenreihen besser recyceln kann und damit über meine Value Chain hinweg eine effizientere und bessere Nutzung habe.

00:27:26: Und das letzten Endes dem Konsumenten was bringt weil es für ihn günstiger ist nur wenn ich selber irgendwo einen persönlichen Vorteil draus ziehe mache.

00:27:33: Warum schmeiße ich die Pfannflaschen nicht weg, weil ich die Rundzwanzig Cent bezahlt habe und die ich wieder haben will?

00:27:37: Und das ist mir nicht wert, die Bequemlichkeit!

00:27:39: Also so ist es ja auch mit der Autobatterie, warum kaufe ich nicht gebrauchte Autobaterie?

00:27:42: Weil ich weiß sie ist günstiger und im Preis-Leistungsverhältnis besser als wenn ich mich jetzt eine neue kaufe.

00:27:48: Dann aber in weiteren Produktzyklus dann eben zu sehen dass diejenigen, die an der Weiterverwertung beteiligt sind, dann eben auch profitieren davon, weil sich eben besser effizienter Schöpfung her wieder mehr aus dem Recyclingmaterial dann auch teilweise rausholen können.

00:28:03: Und deswegen ist es ein ganz gutes Beispiel, damit versucht die EU auch im Endeffekt Informationen und Nutzungsheuristiken zu sammeln weil das ja dann auf jede Kategorie ausgerollt werden kann um bis zum Jahr-Zwischen-Treißig dann Pflicht ist für jedes Produkt was in Europa hergestellt oder einen Umlauf gebracht wird.

00:28:18: Segment vier der digitale Produktpass.

00:28:21: als Schlüssel

00:28:22: In diesem Zusammenhang fällt immer häufiger der Begriff digitaler Produktpass.

00:28:27: Was genau kann man sich darunter vorstellen?

00:28:30: Das hatte ich ja gerade schon einmal ganz kurz erklärt, das ist wie ein digitaler Zwilling!

00:28:34: Also wir sind ja in einer Welt die immer technologischer wird und in der wir immer mehr auch virtuell abbilden können.

00:28:39: also Metaverse, Mark Zuckerberg hat es jetzt eingestellt weil er gesagt hat dass bringt nichts diese virtuellen Welten.

00:28:44: wenn wir jetzt aber an Produkte denken dann bringt uns dieser digitale Zwilling den digitaler produkt.

00:28:49: pass ist im endeffekt Da streiten sich die Wissenschaftler auch, die einen sagen es ist eine Art digitaler Zwilling.

00:28:55: Die anderen sagen es auf gar keinen Fall ein digitaler Zwillen.

00:28:58: aber wenn man sich das rein von den Informationen anschaut, die ich gespeichert habe dann hab' ich eben in einer virtuellen Umgebung also für jeden zugreifbar.

00:29:07: in einer Infrastruktur habe ich eben Informationen zum Produkt.

00:29:11: Das sind zum einen die Inhaltsstoffe.

00:29:13: Also aus welchen Rohstoffen wurde ein Produkt hergestellt?

00:29:16: Das zweite, wo wurde das Produkt her gestellt?

00:29:19: Ja weil wir haben ja oftmals auch wenn wir über Circle Economy nachdenken entsteht ja schon auch Kreislaufwirtschaft hat ja schon etwas haben wir gesagt mit Supply Chain zu tun.

00:29:27: je weniger Wege ich für mein Produkt habe desto schöner.

00:29:31: im Hinblick der Circle Economy ist ja auch die Nutzung dann.

00:29:34: das heißt Wo wird es hergestellt wie würde es transportiert von wo nach wo wurde es transportieren?

00:29:39: und dann im Endeffekt Wie wurde es auch genutzt?

00:29:42: Also bei der Autobatterie hatte ich das ja gerade schon angesprochen, habe ich dann eben die Nutzungszyklen etc.

00:29:48: Das bedeutet in einer virtuellen Umgebung habe ich für jeden Zugänglich oder für die Nutzer des Produktes auch zugängliche Informationen zum Produkt selbst.

00:30:03: an Informationen zu gelangen über das Produkt selbst.

00:30:05: Das macht es auf der anderen Seite aber auch nachverfolgbarer und transparenter, was denn mit diesem Produkt passiert ist?

00:30:11: Und jetzt alle mal Handaufsatz!

00:30:13: Jeder hat in irgendeiner Form schonmal auf einer Plattform außerhalb Europas ob das jetzt Temu oder Shein ist oder was auch immer ein Produkt bestellt weil man einfach gesagt hat ja Das probieren wir jetzt mal aus, dann hat man ein Produkt bekommen was sehr stark nach Plastik gerochen hat oder irgendwie.

00:30:30: Aber man hat es trotzdem in irgendeiner Form genutzt.

00:30:31: und das ist halt genau das was man eben nicht möchte mit einer Circle Economy.

00:30:35: dass wir uns auch bewusst sind, dass wir mit diesem Kauf jetzt nicht der Wirtschaft schaden... natürlich unseren regionalen Händlerinnen und Händlern, ganz klar.

00:30:44: Aber dass wir damit auch einfach in einem Sinne von einer nachhaltigen Nutzung vom Produkten einfach mal komplett Banane agieren weil wir über einen halben Globus ein Produkt verschiffen lassen was irgendwie am Ende im Warenwert von zwei Euro hat ja?

00:30:56: Und jetzt kann man natürlich sagen der Flieger wäre eh geflogen

00:30:58: etc.,

00:30:58: Ja das mag ja alles sein.

00:31:00: aber der Punkt ist da Circle Economy auch ein bisschen um den Umdenken geht.

00:31:04: es hat natürlich Geschäftsmodelle müssen sich verändern aber uns muss auch bewusst sein dass die Art und Weise wie wir leben nicht Die Art darstellt, dass unsere Enkel oder die Enkel unserer Enkel auch noch auf einem Planetenleben der solche Bedingungen hat wie heute.

00:31:17: Das heißt wir müssen alle auch ein bewusster agieren und bewusste konsumieren.

00:31:20: Und der digitale Produktpass hilft uns dann eben um einzuschätzen ob es mir das jetzt wert ist dieses Produkt zu kaufen?

00:31:27: Oder eben nicht!

00:31:27: Wenn ich sehe ah dieses Produkt muss jetzt irgendwie von Australien nach Deutschland geschippert werden weil ich das über den Produktpass einsehen kann.

00:31:34: wo's hergestellt wird weiß ich nicht ja also muss sich für mich selber bewerden aber kann auf jeden Fall nicht sagen, ich habe die Informationen nicht gehabt.

00:31:42: So das heißt es gibt eine größere Transparenz über die Lieferkette hinweg wo die Produkte herkommen aus was sie hergestellt wurden und vor allem auch wie sich dann später einem zweiten Lebenszyklus zugeführt werden können oder aber recycelt werden können.

00:31:58: Also es bedeutet, es schafft eine Transparenz über die komplette Wertschöpfungskette eines Produktes hinweg und ermöglicht damit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, neue Nutzungsarten zu entwickeln.

00:32:10: weil ganz ehrlich wer von Wer von uns hat nicht schon mal überlegt, wie kann man im Prinzip nachhaltiger Energie konsumieren?

00:32:19: oder?

00:32:19: oder.

00:32:19: Und warum nicht mal Produkte zweit verwerten die wir so aktuell nicht machen?

00:32:23: Wer würde sich eine Autobatterie in Keller stellen um Solarstrom zu speichern?

00:32:27: da kaufe ich mir lieber den Speicher vom Hersteller der teurer ist der genau das gleiche macht.

00:32:32: also Warum Nichtprodukten mit Zweitnutzung zuführen?

00:32:35: und dieses ganze Thema Elektromobilität braucht ja diese Gedanken Gänge, um tatsächlich dieses Thema auch nachhaltig bei uns in der Gesellschaft zu implementieren.

00:32:43: Und der Produktpass ist ein Vehikel den sich die Europäische Union überlegt hat wie sie eben diese Circle Economy antreiben kann.

00:32:50: Ursula von der Leyen, die das ganze ja auf dem Weg gebracht hat, ihre Vision ist ja dass Europa bis zum Jahr Und ihre Vision ist, dass quasi diese jetzige Bewegung ihr Europäischer Mann auf dem Mondmoment.

00:33:03: Dass man sich später auf der Welt an dieser Zeit jetzt erinnern wird und die Europäer haben dort einen Schritt gemacht für die Weiterentwicklung der Gesellschaft so essentiell war wie die Mondlandung.

00:33:13: Jetzt kann man natürlich fragen, wie essenziell war die Mond Landung für uns?

00:33:16: Aber das war ja schon technologisch, da haben wir was erreicht.

00:33:19: Ich meine, was wir nicht einfach nachvollziehen oder nachstellen können... Ursula von der Leyen und die Europäische Kommission sagt halt eben, wir müssen vom Produkt in Stehungsprozess bis zu der weiteren Verwertung oder vom Recycling her müssen wir die Dinge neu und anders denken.

00:33:34: Und dafür brauchen wir eine Transparenz.

00:33:36: Und die Informations- und Datentransparenze, die schafft man durch den digitalen Produktpass.

00:33:40: Zum Abschluss würden wir gerne etwas größer denken wenn sie einen Wunsch frei hätten wie sollte ein wirklich gut funktionierendes nachhaltiges System in Zukunft aussehen?

00:33:48: Also aktuell um nochmal so ein bisschen mit Zahlen rumzuwerfen haben wir weniger als zehn Prozent der Materialien, die in neue Produkte reingehen sind secondary materials.

00:33:59: Also das meiste sind tatsächlich über neunzig Prozent sind raw materials und virgin materiales.

00:34:05: Und ich finde da ist so viel Potenzial drin dass einerseits der Gesellschaft dienen kann einfach um unseren zukünftigen Generationen nicht die Lebensgrundlage wegzunehmen.

00:34:20: indem wir jetzt die Ressourcen alle verschwenden ist uns egal, was ihr dann später macht mit unserer Erde.

00:34:26: Also indem wir mit unserer Erdenachhaltige umgehen und ich glaube auch aus geopolitischen Gründen es sehr sinnvoll dass in Europa die Rohstoffe, die eh schon hier sind im Auto, in allen möglichen Produkten, dass wir sie nutzen als secondary materials nutzen bei einfach irgendwann... wirtschaftlicher ist, nachhaltiger ist.

00:34:49: Und mein größter Wunsch wäre das es noch schneller wirtschaftlich wäre und man noch schneller damit Geld verdienen könnte so dass der Anreiz für die Unternehmen in die Transformation Richtung circular economy noch etwas schneller abläuft und das Umdenken der Konsumenten in Richtung prosume wie ich das vorhin auch schon erläutert habe also aktive konsumenten die dazu beitragen dass wir eben diese Rohstoffe wieder zurück gewinnen können und in Richtung circular economy mehr kommen, dass das noch schneller vorangeht.

00:35:18: Das wäre mein Wunsch.

00:35:19: Mein Wunsch ist, dass jeder für sich egal in welchen Lebensumständen erlebt, sich etwas mehr Gedanken um die gesamtgesellschaftliche Situation macht.

00:35:33: Also man sagt ja immer wenn jeder an sich selbst denkt ist dann alle gedacht.

00:35:37: Und ich glaube, dass wir mehr von einer Ich-Kultur zu einer Wirkultur kommen müssen an der Stelle.

00:35:42: Das klingt so ein bisschen esoterisch, aber ich glaube da wirklich ganz arg fest dran dass wenn wir achtsame im Umgang miteinander sind das wird dann achtsamer auch werden im umgang mit unserer Umwelt und ich wünsche mir dass wir Technologie so einsetzen dass ist für jeden egal welche kognitiven Fähigkeiten er besitzt klar ersichtlich ist mit welchem Produkt er jetzt welchen Mehrwert führt in Für die Gesellschaft für die Umwelt, für den Planeten auch stiftet.

00:36:09: Also das ist einfach dass es fancy wird und so ein bisschen gamifiziert wird nachhaltig zu konsumieren Und dass wir diese ganzen Gedanken aus der grünen Ecke rausnehmen weil da hat man sehr immer verordert und da ist man ja immer so ein Bisschen auch abgetan worden.

00:36:23: Die Zeiten sind vorbei weil wir technologisch heute glaube ich uns dieses Nachhaltige Thema leisten können im Sinne von davon Dass wir alle die Ressourcen so einsetzen dass egal wo ich gerade stehe im Leben und was ich mir leisten kann, es mir möglich ist immer die bessere Wahl für die Umwelt zu treffen.

00:36:43: Vielen Dank für diese spannende Einblick in das Thema Kreislaufwirtschaft!

00:36:46: Ich glaube man hat heute sehr gut gemerkt dass es dabei um viel mehr geht als nur ein Recycling.

00:36:52: also bevor wir jetzt verabschieden kommen natürlich nach unsere letzte und auch wichtigste Frage Was regen Sie denn zu Ihrem Döner?

00:37:02: Ja

00:37:02: Wasser

00:37:06: Aber versteh ich, weil das Fleisch ist so salzig und danach kriegt man so viel Durst.

00:37:11: Und deswegen verstehe ich es total.

00:37:13: Ich trinke gerne eine Metzomix.

00:37:16: Ja

00:37:16: auch gut!

00:37:19: Vielen vielen Dank nochmal dass ihr heute bei uns waren und da kann alle die zugehört haben.

00:37:22: wenn euch die Folge gefallen hat hört gern noch in unsere andere Folgen von Hand.

00:37:26: mit allem rein.

00:37:27: Bis zum nächsten mal Tschüss.

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