Zukunft zum Mitnehmen – Kommunikation, die wirklich wirkt

Shownotes

In dieser Folge von HHN mit allem sprechen wir mit Dr. Wolfgang Bok über die Bedeutung gelingender Kommunikation.
Er erklärt, warum klare Botschaften, aktives Zuhören und bewusste Selbstwahrnehmung heute entscheidend sind, besonders für Studierende.
Gemeinsam schauen wir auf typische Herausforderungen, hilfreiche Modelle und einfache Techniken, die im Studium und später im Berufsleben sofort weiterhelfen.

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00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Haaren mit allem.

00:00:07: Ich bin Maya und heute spreche ich mit dem Herr Dr.

00:00:10: Wolfgang Bock über ein sehr wichtiges Thema und zwar Kommunikation und warum das für Studierende so wichtig ist.

00:00:16: Zu Beginn unserer Einstiegsfrage, wie essen Sie denn Ihren Döner?

00:00:21: Am liebsten, wenn überhaupt, auf dem Teller mit viel Gemüse und ohne pappigem Fladenbrot.

00:00:28: Okay.

00:00:29: Herr Dr.

00:00:29: Bock, vielleicht beginnen wir damit, dass Sie sich kurz vorstellen.

00:00:32: Was machen Sie aktuell und wie sind Sie zur Lehre im Studium Generale gekommen?

00:00:37: Aktuell bin ich jetzt nicht mehr beruflich aktiv, sondern noch als Autor und als Journalist im Teil, als Kolumnist für einige Zeitungen.

00:00:46: Und zu dem Seminar und an den Zent bin ich gekommen, nach meiner Zeit als Chefredakteur bei hier bei der Halbbronner Stimme würde ich eigentlich darauf angesprochen, ob ich hier Mein Wissen nicht noch an die junge Generation weitergeben

00:01:01: kann.

00:01:02: Sehr, sehr spannend.

00:01:03: Und kommen wir auch mal zur nächsten Frage direkt zum Thema.

00:01:06: Kommunikation spielt in Ihrem Kurs ja auch eine zentrale Rolle.

00:01:09: Was fasziniert Sie persönlich an diesem Thema am meisten?

00:01:13: Wir sind soziale Wesen und als soziale Wesen kommt man an Kommunikation nicht vorbei, ob man will oder nicht.

00:01:21: Und da Kommunikation so zentral ist, bin ich da an sich, dass man es möglichst gut beherrschen sollte.

00:01:28: Mein Eindruck ist auch bei den Studenten, dass es hieran mangelt.

00:01:33: Und von daher ist auch das Seminar ein Beitrag dazu, vielleicht bessere Kommunikation zu lernen.

00:01:40: Warum ist Kommunikation dann Ihrer Meinung nach etwas, das jeder und jeder Studierende verstehen und trainieren sollte?

00:01:46: Gut, man möchte ja überzeugen.

00:01:49: Man möchte ... etwas vermitteln.

00:01:53: Man muss kommunizieren oder in der Aktion von Mitarbeitern, von Kollegen, von Führung, auch von Kunden.

00:02:01: Und das Mittel dazu ist Kommunikation, ob das wörtlich ist, schriftlich oder in welcher Form auch immer haben.

00:02:07: Man sollte eben das, was man macht, dann richtig und gut

00:02:10: machen.

00:02:11: Segment eins.

00:02:12: Kommunikation verstehen.

00:02:13: Was steckt dahinter?

00:02:15: In Ihrer Vorlesung sprechen Sie von Kommunikation als ein Prozess.

00:02:18: Welche Elemente sind entscheidend, damit Kommunikation wirklich gelingt?

00:02:24: Vor allem sollte man sich im Klaren sein, was man eigentlich mit der Kommunikation bezwecken möchte.

00:02:28: Welches Ziel hat man?

00:02:30: Und dann vom Ziel eigentlich rückwärts denken und was ist die beste Form dazu?

00:02:36: und wie formuliere ich oder transportiere ich dieses Ziel?

00:02:42: Aber entscheidend ist, dass man sich erst mal Gedanken macht.

00:02:46: Wo möchte man eigentlich hin?

00:02:47: Was erwartet man?

00:02:48: Was möchte man erreichen?

00:02:52: Warum scheitert Kommunikation so oft?

00:02:54: Selbst dann, wenn beide Seiten ja eigentlich das Gleiche wollen.

00:02:58: Da würde ich gleich mal ein Fragezeichen machen.

00:03:00: Ich weiß nicht, ob man immer das Gleiche will.

00:03:02: Vielleicht sagen die Leute das, dass sie das wollen.

00:03:04: Aber man sollte davon Abschied nehmen, dass man in einer Gesellschaft im evangelischen Stuhlkreis ist und man sich nur tief in die Augen schauen muss und alle wollen das Gleiche.

00:03:15: Nein, die Menschen haben in der Regel unterschiedliche Ziele, um diese zu formulieren und möglicherweise da Brücken zu bauen.

00:03:23: Auch dazu ist natürlich Kommunikation wichtig.

00:03:26: Aber die Vorstellung, man muss nur lange da drüber reden und alles wird gut, das funktioniert eben nicht.

00:03:34: Also deswegen auch in meinem Seminär auch Konfliktkommunikation, das gehört auch dazu.

00:03:40: Ja, sehr spannend.

00:03:42: Sie erwähnen in Ihrem Seminar auch Modelle wie das Vier-Ohrung-Modell oder die Transaktionsanalyser.

00:03:47: Welche davon hilft Studierenden Ihrer Meinung nach denn am meisten am Alltag?

00:03:51: Der meisten und ausführlichsten behandle ich auch Friedemann Schulz von Thun, der sogenannte Vier Ohren oder Vier Schneebelmodell.

00:04:00: Das zeigt, ist eigentlich zentral und das Wesentliche daran ist, dass man nicht nur spricht, sondern dass man mit jeder Frage, die man hat, auch eine Selbstauskunft über sich gibt, dass Psychologie eine wichtige Rolle spielt.

00:04:16: und das Beispiel ist die Karikatur, wo sich das Paar gegenüber sitzt und er sagt, da ist etwas Grünes in der Suppe und sie sagt dann, wenn es dir nicht schmeckt, kannst du ja selber kochen.

00:04:28: Und das ist eigentlich ein zentraler Bereich, sondern natürlich ist es etwas Grünes, es ist nicht roh, es ist nicht gelb, es ist etwas Grünes.

00:04:36: Aber er sagt natürlich damit eine Auskunft, dass er entweder noch nie das Suppe gegessen hat oder provozieren möchte und die Reaktion sagt viel über die Paarbeziehungen aus.

00:04:44: Also deswegen, es ist nicht nur der idlare Inhalt, sondern immer auch eine Beziehungsebene, die man eingeht.

00:04:55: Welcher Kommunikationsfehler beobachten Sie bei Studierenden besonders häufig?

00:05:01: Das ist nicht nur bei Studieren, aber insgesamt ist das nochmal die Einstiegsfrage, dass man sich einfach zu wenig Gedanken darüber macht.

00:05:11: Dass eben Kommunikation eben nicht nur Worte, sondern auch das Auftreten, das beginnt mit der Begrüßung, mit der Kleidung, wie man auftritt.

00:05:20: Also es ist auch die Mimik und überhaupt, was man von sich äußert.

00:05:25: Und das muss nicht nur verbal sein, sondern kann auch durch die Haltung sein.

00:05:30: Und da habe ich eben den Eindruck, dass da zu wenig Gedanken gemacht wird, dass Studenten eigentlich das Ganze auch zu locker nehmen.

00:05:38: Also solche Themen wie Auftreten, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit.

00:05:45: Also neben dem Seminar noch irgendwelche WhatsApp-Nachrichten beantworten ist natürlich auch eine Art der Kommunikation.

00:05:51: Das heißt eigentlich, ich habe Wichtigeres zu tun, als Ihnen jetzt zuzuhören.

00:05:57: Und der Hauptmangel ist, was ich doch manchmal sehr erschreckend finde, wie wenig manche fähig sind, ein paar Sätze ohne er und sonst oder genau oder sonst was darzustellen und ein paar Sätze klarzureden.

00:06:14: Okay.

00:06:14: Und was denken Sie, wie kann man schon während des Studiums beginnen, seine Kommunikationsfähigkeiten gezielt zu verbessern?

00:06:22: Indem man es übt, indem er es ernst nimmt und indem man auch liest, sei es Zeitung oder Bücher und hier meintetwegen laut vorlesen, ein Artikel.

00:06:39: und hier land man für die Stimme, für die Artikulation, aber auch im Seminar stelle ich fest, dass manche schon Probleme haben, zwei Sätze, wenn man unfallfrei klar vorlesen zu können.

00:06:54: und das sollte man üben.

00:06:57: Warum sind Kommunikationskompetenzen später im Berufsleben oft genauso wichtig wie zum Beispiel Fachwissen?

00:07:03: Ja, das Fachwissen verflüchtigt sich oder ändert sich.

00:07:10: Aber es gehört natürlich auch dazu, erstens mal Wissensmanagement, dass man seinen Wissen aktualisiert, gerade im digitalen Zeitalter, wo jeden Tag irgendetwas Neues auf den Tisch kommt.

00:07:21: Und ich gehe mal davon aus, dass viele der Studenten eine Führungsposition anstreben und da gehört es einfach dazu, Mitarbeiter zu überzeugen, zu begeistern, mitzunehmen, Ziele auch zu erreichen und auch mit Kunden oder mit anderen Bereichen, mit denen man zu tun hat, klar zu kommunizieren.

00:07:47: Und welche Tipps geben Sie Studierenden, die bei Vorträgen zum Beispiel oder bei Gesprächen schnell nervös werden?

00:07:53: Also, dass sie sich zunächst einmal gut darauf vorbereiten.

00:07:57: Und das ist dasselbe, wie mit der Rede, dass man sich im Klaren ist, was will ich eigentlich vermitteln?

00:08:02: Also, nicht einfach, naja, überlege ich mal und gucke dann so, sondern ich gehe auch hier wiederum von hinten.

00:08:09: Ich formuliere meine Ziele, überlege, wie komme ich zu den Zielen, welche Argumente habe ich, welche Beispiele habe ich.

00:08:19: Und da ist es natürlich entscheidend, dass ich letztendlich, dass ich mich vor arbeite und dass ich immer vor Augen habe, was möchte ich eigentlich erreichen.

00:08:30: Segment drei.

00:08:32: Sprache und ihre Wirkung.

00:08:33: Wie kann man lernen, überzeugen zu sprechen, ohne sich dabei zu verstellen?

00:08:39: Also man muss sich nicht verstellen.

00:08:41: Man kann durchaus seine seine Person auch dann transportieren.

00:08:47: Das stärkt sogar die Glaubwürdigkeit.

00:08:52: Ich glaube, dass die Zuhörer ein sehr feines Gespür dafür haben, ob sich jemand verstellt.

00:09:02: Also das Beispiel ist, wenn sie humorig sind bei einer Trauerveranstaltung oder grießgremig bei einer Lobrede, dann passt das nicht zusammen.

00:09:12: Und insofern ist das natürlich wichtig, dass Worte und auch Taten, in dem Fall also ihr Auftreten, eine gewisse Harmonie bilden sollten.

00:09:22: Und wenn sie Mühe haben, sich zu verstellen oder sich verstellen müssen für etwas, dann sind sie vielleicht für diese Ansprache nicht geeignet.

00:09:31: Anknüpfen dazu, was würden Sie denn sagen, welche Rolle spielen Körpersprache und Stimme für eine gelungene Kommunikation?

00:09:41: Im Grunde genommen ist es so, Untersuchungen sagen, dass der Inhalt maximal vielleicht zehn Prozent ausmacht.

00:09:52: Es gibt ja diese Untersuchungen, dass Menschen, Kunden gefragt werden zu schauen, nach einer Tagesschau-Sendung eine Viertelstunde danach, was ist ihnen denn hängen geblieben?

00:10:01: und dann ist es vielleicht die Früher als die Moderatoren noch eine Krawatte getragen haben, die Farbe der Krawatte, also den Inhalt, sagen wir, bleibt in Erinnerung zu behalten, ist wesentlich schwerer als das Outfit.

00:10:18: Und wenn sie eben in einer Rede rumzappeln, schlecht aufgestattet sind, also diese äußere Form nicht beherrschen.

00:10:28: dann hat das auch negative Auswirkungen auf den Inhalt.

00:10:32: Also wenn sie nicht perfekt auftreten und das Stimmig ist und auch eine schlechte Kommunikation haben, also nicht flüssig genug reden können, dann ist die Reaktion sagt, naja, wenn er nicht mal reden kann oder ruhig ringt, dann hat er auch nicht irgendwie klar einen klaren Kompass im Hirn.

00:10:49: Also dann stimmt auch der Inhalt nicht.

00:10:51: Insofern ist das Auftreten schon auch maßgebend für die Aufmerksamkeit und für die Glaubwürdigkeit.

00:11:01: Gibt es denn einfache Übungen, mit denen Studierende sofort ihre Wirkung verbessern können?

00:11:07: Also da würde ich einfach sagen, ich empfehle beispielsweise zur Übung die Ein-Minuten-Rede.

00:11:15: Das ist sich ein Thema suchen und willkürlich, das ist meinetwegen ein Thema, was sie interessiert, was sie gerade in der Nachrichten gehört haben und vor dem Spiegel mit ihrem Smartphone eine Minute Dazu eine kurze Spontanrede, eine Stegreifrede halten.

00:11:34: Und da werden Sie dann sehr schnell sehen, wie schwierig es ist, ein Thema in einer Minute einen Stegreif zu transportieren, wie denn Ihre Artikulation ist.

00:11:44: Also da haben Sie eine große Selbstkontrolle und sehen Ihre Schwächen oder Ihre Stärken.

00:11:53: Welche typischen Fehler erleben Sie in studentischen Präsentationen, die sich leicht vermeiden ließen?

00:12:04: Man muss sich immer vor Augen halten, dass man die Zuhörer, denen man gegenübersteht, an die Hand nimmt.

00:12:12: Dass man sie nicht überfordert mit dem Thema.

00:12:15: Das beginnt mit der Begrüßung, mit der Einleitung.

00:12:19: Dass man sagt, um was es geht.

00:12:21: Dass man immer auch einen roten Faden hat.

00:12:24: dass man nicht zu viel an Informationen transportieren möchte und auch nicht zu schnell redet, sondern auch ein bisschen so wie in der Psychologie auch daran denken, mit wem habe ich es zu tun?

00:12:38: Ist das jetzt ein Fachpublikum oder ist das bunt zusammengewürfelt?

00:12:42: Wie ist der Wissenstand?

00:12:43: Wie ist die Aufmerksamkeit?

00:12:45: Wie erreiche ich diese dieses Publikum am besten.

00:12:48: Also auch hier den Inhalt transportieren, aber auch sich Gedanken darüber zu machen, mit wem habe ich es eigentlich zu tun.

00:12:55: Und darauf sollte ich mich einstellen.

00:12:57: Der gilt der alte Spruch.

00:13:00: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem

00:13:02: Angeln.

00:13:04: Ja, also sein Mann muss auf jeden Fall seine Publikum etwas kennen und kennen lernen, bevor man vor den spricht.

00:13:10: Ja, man sollte sich vor allem auch dann darüber Gedanken machen.

00:13:13: Mit wem habe ich da eigentlich zu tun?

00:13:14: Was sind das für Leute, die auf mich zukommen?

00:13:16: Habe ich es mit Kritikern zu tun?

00:13:18: Krieg ich da Gegenaugumente?

00:13:22: Sind die neugierig?

00:13:23: Oder werden die gezwungen, dass sie mir zuhören?

00:13:27: Es ist ein Fachpublikum.

00:13:29: Das Thema Fachpublik muss ich anders bedienen als ein normales Publikum.

00:13:34: Die sind anspruchsvoller, da muss ich vielleicht auch mehr Fakten liefern, mehr Argumente liefern.

00:13:39: Also man muss schon überlegen, mit wem habe ich es zu tun.

00:13:53: Ich glaube, der größte Problem war ich, dass Kommunikation in Aggression mündet.

00:14:04: Versucht jemand von einer Meinung oder mit einer Haltung zu überzeugen, der es gar nicht will oder auch nicht dazu bereit ist.

00:14:13: Und vielleicht auch, dass sich Menschen dominiert fühlen.

00:14:19: Und wenn Menschen etwas hassen, dann ist das, wenn sie das Gefühl haben, sie werden beformelt und dominiert.

00:14:25: Und wenn dann diese Dominanz und Aggressionen zusammenkommen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn das dann schief geht.

00:14:34: Und ich sage ja auch in dem Stufenmodell, ne genau, Punkt drei, was ich Ihnen dargestellt habe, dann muss man ab einer bestimmten Emotions-Ebene sagen, nee.

00:14:48: Und man kann dann durchaus auch, wenn man unterschiedliche Positionen hat, wo man stundenlang diskutieren könnte, meine ich wegen Migration oder Energie, Politik oder sonst etwas, wo sie genau wissen, also da kommen wir nicht weiter.

00:15:03: Und sagen sie einfach, nehmen sie es auch zur Kenntnis und sagen okay, das ist ein interessanter Standpunkt, aber ich bin anderer Meinung und versuche nicht jemanden quasi krampfhaft von ihrer Position zu überzeugen.

00:15:16: Das ist wirklich ein sehr, sehr spannender Punkt.

00:15:19: Was ist denn für Sie der Schlüssel zu einer respektvollen, lösungsorientierten Umgang in Konfliktsituation?

00:15:28: Es ist die Fortsetzung dessen, dass ich sage, erstens mal akzeptiere oder respektiere ich, dass es andere Meinungen gibt, aber nicht nur das.

00:15:41: Ich nehme auch in Erwägung, dass diese andere Meinung auch richtig sein könnte.

00:15:48: Und wenn ich mit dieser Haltung in Gesprächen gehe, unvoreingenommen, ich habe meine Position, aber ich sage, ich möchte jetzt doch auch diese Argumente dann hören und es nicht in eine Streitdebatte oder Streiteskalation dann mündet, dann denke ich, okay, der hat mir etwas zu sagen, hat andere Positionen dazu, aber kann ja durchaus sein, aber ich muss jetzt nicht derart emotional werden.

00:16:19: dass ich eine andere Position dazu nehme, um auch die andere Person abzuwerten.

00:16:25: Also, dass ich zwischen Meinung und meiner Haltung und sagen, ja, moralische Attitude unterscheide.

00:16:34: Welche Bedeutung hat denn Feedback und wie gibt man es richtig, damit es auch ankommt?

00:16:42: Ja, also hier zählt auch nochmal die Frage, dass es ehrlich ist.

00:16:48: Also Feedback nicht einfach, wir machen jetzt Feedback, das gehört dazu, sondern es muss aufrichtig sein und es sollte auch Substanz haben.

00:16:57: Also so wie ich jetzt dargelegt habe, dass sich der Redner oder derjenige, der einen Vortrag hält oder von einem Seminar berichtet, sich vorher Gedanken macht, was er eigentlich transportieren möchte, das möglicherweise gut begründet.

00:17:12: So ist natürlich auch Feedback eine Frage, dass ich mir wirklich Gedanken mache, was ich sagen kann, um etwas zu verbessern.

00:17:22: Und nicht nur, weil man sagt, na, heute gibt man Feedbacks, sondern man überlegt sich, auch hier ist wieder die selbe Haltung.

00:17:29: Ich bin da an sich, dass die Menschen ein sehr feines Gespür haben, ob jemand aufrichtig ist oder ob es eben dann gestellt ist.

00:17:36: Und das Feedback sollte eben aufrichtig sein.

00:17:39: Also als Feedback dann auch eher konstruktive Kritik, hat einfach nur Äußerungen dazu?

00:17:45: Ja, also Menschen sind... oder reagieren allergisch auf Kritik.

00:17:51: Und da können sie noch so sagen, ja, ist ja nur Kritik, nein, niemand ist bereit und hört dann und das ist schlecht oder gleich, sondern wenn Kritik überhaupt einen Erfolg haben soll, und das ist eigentlich das Ziel, dass sie eine Veränderung haben, dann, dass sie die Brücke bauen, was man besser machen kann.

00:18:10: Und das natürlich so zu transportieren, ohne dass der andere oder die andere verletzt ist, das ist dann die Kunst der Kommunikation.

00:18:17: Und von daher ist es auch wichtig, in einem Unternehmen oder wenn im Beruf sind, dass sie eben die Mitarbeiter, die Kollegen, die sie haben, nicht durch Besserwisserei vor den Kopf stoßen, sondern so ein Klima schaffen, dass sie A. ihre Interessen und die Ziele klar formulieren und auch durchbringen, ohne dass sich die einzelnen Personen verletzt fühlen.

00:18:42: Also kurz gesagt, wie kann man Kritik annehmen, ohne sie jetzt persönlichen Angriff zu verstehen?

00:18:47: Dass man auch ein bisschen trennt.

00:18:50: Es ist natürlich schwierig, das sagt sich dann so leicht, aber es ist schwierig, aber ich würde dann so empfehlen, man sollte in so einem Gespräch sich immer auch in die Person, in die andere Person hineinversetzen, also in diese Rolle.

00:19:08: Und von daher habe ich dann Verständnis, also da ist jetzt mein Vorgesetzter, der hat Ziele, die er verfolgen und der hat es vielleicht jetzt nicht so optimal kommuniziert.

00:19:19: Also er hat aber vielleicht oder sie hat auch gar nicht jetzt dieses Verletzendeck gehabt.

00:19:24: Also durchaus ein bisschen Verständnis haben und sich nicht irgendwie dann in das übersensible Schneckenhaus dann zurückziehen, sondern vielleicht auch ein bisschen Verständnis dafür haben, dass Kommunikation bei dem anderen nicht so gut funktioniert, es aber nicht vielleicht so gedacht ist.

00:19:42: Segment fünf.

00:19:44: Digitalisierungen Kommunikation heute.

00:19:47: Welche Chancen und Risiken sehen Sie in der digitalen Kommunikation gerade für Studierende?

00:19:53: Ich stelle eben fest, wie bei vielen jungen Leuten, dass sie zu viel an ihren Smartphones hängen und kaum mehr lesen.

00:20:02: Diese Grundkompetenz des Lesens ist natürlich sehr wichtig.

00:20:07: Pädagogisch sagt man, man lernt durch Wiederholung.

00:20:10: Und auch deswegen die Empfehlung laut vorzulesen, überhaupt zu lesen, ob man merkt, dass man sich etwas merken kann.

00:20:18: Diese kurze Schnipselinformation wird auf Dauer eben nicht ausreichen.

00:20:25: Von daher, Leute, lest.

00:20:28: Wo kann KI hilfreich sein und wo sollten wir uns bewusster gingen, entscheiden Sie einzusetzen?

00:20:35: KI, künstliche Intelligenz in allen Variationen, ist... mittlerweile so zu etwas wie ein Naturgesetz.

00:20:44: Solange es Möglichkeiten gibt, Prozesse, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, zu verbilligen, wird es angewandt.

00:20:53: Und in diesen Möglichkeiten, die es gibt, wird man sie nutzen können.

00:20:57: Deswegen ist es einfach unerlässlich, dass sich Studierende damit beschäftigen, auch die Möglichkeiten.

00:21:08: Man sollte allerdings ein gewisses eine gewisse Grundskepsis haben.

00:21:13: Also man muss auch sehen wie KI funktioniert, wie diese Promps funktionieren, was man eigentlich erreichen kann und so wie man sich vorher genau überlegen und kontrollieren musste, was Google einfach Antworten gibt.

00:21:31: bei Suchanfragen, so ist es bei KI noch mehr, wenn zumal, wenn die Quellen dann fehlen.

00:21:36: Also nicht alles für bare Münze nehmen, sondern man braucht auch schon noch ein gewisses Grundkorsett an Wissen, um diese Angaben, die ich bekomme, einer kritischen Analyse zu unterziehen.

00:21:51: Ja, man hat ja oft auch, ich mein... auch damals schon, wenn man Google genutzt hat und da noch etwas gesucht hat, hat man ja trotzdem sich auch nicht direkt auf das Erstbeste gestört, sondern weiter recherchiert.

00:22:02: Und mit der KI, vor allem mit Chatty BD, ist es, denke ich, oft so, dass Studierende die erste Antwort sagen, okay, das stimmt auf jeden Fall und da gar nicht mehr kritisch hinterblicken.

00:22:11: Ja, und man muss jetzt sehen, von was KI oder die einzelnen Suchmaschinen, die Intelligenzsuchmaschinen dann gefüttert werden.

00:22:22: Und sie haben natürlich auch nur dieses Wissen, was im Netz verfügbar ist.

00:22:28: Also manchmal werden Bücher dann eingelesen oder zunehmen, aber es ist natürlich nur ein Teilwissen.

00:22:34: Und wenn von einem berissen, wenn alle beispielsweise KI dann sagen, also Klimawandel ist ganz schlimm und wir müssen alles dann tun und die andere Position kommt überhaupt nicht vor, weil sie kaum veröffentlicht wird, dann sind die Antworten auch auch bei künstlicher Intelligenz entsprechend.

00:22:49: Also manchmal ist es durchaus notwendig, vielleicht auch noch etwas breiter sich zu informieren.

00:22:56: Kommen wir noch mal zum Thema Medien vor dem Social Media zurück.

00:22:59: Wie behalten Studierenden einer Zeit von Social Media Meinungsblasen und Informationsflut noch den Überblick?

00:23:08: Da kann ich auch wieder nur empfehlen, zu lesen.

00:23:10: Also eine gute Zeitung oder mehrere Zeitungen einfach mal durch zu blättern, zu sehen, welche Themen aktuell sind, welche behandelt werden, sich von den eigenen Blasen zu lösen und auch hier wie in einem Vortrag offen zu sein für andere Positionen.

00:23:29: Dass es A, dass es die gibt und in Erwägung zu ziehen, dass diese Position vielleicht richtig sein könnte.

00:23:35: Aber die große Gefahr ist ja natürlich durch diese Systematik der Algorithmen, dass man sich am Ende nur noch in der eigenen Blase bewegt und nicht mehr wahrnimmt, was da draußen ist.

00:23:46: Und deswegen eine Zeitung nutzen, die auch mal durch zu blättern, auch wenn ich mich für Sport nicht interessiere, auch das oder für Wirtschaft, für andere, weil ich einfach mal zu sehen, welche Themen werden denn in den klassischen Medien behandelt.

00:23:59: Die sind immer noch dominant.

00:24:00: Und KI speist sich auch aus diesen Texten.

00:24:06: Segment sechs.

00:24:07: Kommunikation als Schlüsselkompetenz fürs Leben.

00:24:10: Wenn Sie Studierenden drei Dinge mitgeben könnten, die Sie für Ihre persönliche und berufliche Zukunft in der Kommunikation beachten sollten.

00:24:16: Welche wären das?

00:24:19: A. Es gibt keine Nichtkommunikation.

00:24:24: Das ist Paul Watzlawik.

00:24:26: Das ist zentral, dass man sich immer vor Augen hält.

00:24:29: Aber immer, was ich tue, auch das Geberede schweigen.

00:24:33: Gebt das auch?

00:24:35: Also man kann nicht nicht kommunizieren, außer man ist irgendwo ein Einziedler.

00:24:39: Das sollte man sich verklaren sein.

00:24:41: Also auch meine Mimik, ob ich gelangweilt schaue, ob ich jetzt quasi beim Gespräch zuhöre und gelangweilt den Kopf aufstütze oder so, das ist auch Kommunikation.

00:24:55: Und das zweite ist nochmal Schulz von Thun, das sagen, dass Kommunikation nie nur... ein Austausch von Worten sind und von Inhalten, sondern mit diesen Inhalten immer auch ein soziales Verhalten, Interesse, Beziehung dergleichen transportiert wird.

00:25:12: Und sich mit dem klar zu sein, dass A. Kommunikation breit ist und B. auf eben vier Ebenen stattfindet, das sowohl im privaten Gespräch oder vor allem dort, und sich dessen immer wiederum klar zu machen und auch so dann zu denken.

00:25:31: nicht nur eben den Inhalt, du sagst, habe ich dort nur klar gesagt, also auch wie die Reaktion sein könnte.

00:25:36: Das ist eigentlich so das Wesentliche.

00:25:40: Gibt es ein Buch oder ein Modell oder vielleicht auch eine Übung, die Sie besonders empfehlen würden?

00:25:46: Also ich wiederhole nochmal, ich würde empfehlen, lesen, laut lesen, einen Minuten Stegreifvortrag zu halten, zu einem Thema.

00:25:59: Und ein Buch finde ich immer nach wie vor gut.

00:26:01: Das ist der Walter Simon Grundlagen der Kommunikation, das ich auch benutze.

00:26:08: Und wenn das jemand liest und vielleicht auch noch versteht oder handelt, dann ist das eigentlich schon sehr gut.

00:26:15: Gibt es eine Botschaft oder einen Gedanken, den Sie unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zum Thema Kommunikation gerne mitgeben möchten?

00:26:22: Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, wenn du nochmal Leute lest.

00:26:28: und zwar nicht nur am Smartphone.

00:26:30: Auch mal lange Texte, vielleicht auch mal Beletristik oder wenigstens eben eine Zeitung, etwas gedrucktes, also das Schul-, das Aufnahmewalden.

00:26:39: Es stärkt die Bildung und es stärkt auch die Kommunikationsfähigkeit.

00:26:43: Vor allem lernt man auch da, wenn man etwas liest und es sind lange Sätze.

00:26:49: Dann hat man auch ein Gespür dafür, vielleicht, wenn ich selber, wie ich den selber formulieren kann.

00:26:55: Also meine Grundregel ist ja ein Satz, hat zwölf Worte und ein Wort hat sechs Sylven.

00:27:00: Und wenn man liest, dann merkt man, da geht einem die Luft aus.

00:27:04: Man merkt, wo eigentlich der Punkt sein müsste und bekommt ein Gespür für Sprachrhythmus.

00:27:11: So, kommen wir nun zum Schluss der heutigen Folge und zwar mit unserer Abschlussfrage.

00:27:17: Was trinken Sie denn zu Ihrem Döner?

00:27:19: Also ich bin Weintrinker und wenn ich kein Wein trinke, trinke ich Wasser und beides passt eine nicht so gut, als zu.

00:27:25: nur trinke ich dann Wasser.

00:27:27: Okay, dann bedanke ich mich sehr für Ihre Zeit und dass Sie unseren Zuhörern und Zuhörern diese Information mitgeben.

00:27:34: und ja, hoffe, dass Ihnen die Folge gefallen hat.

00:27:37: Ich bedanke mich auch, ich hoffe, dass Sie viele Hörer haben und dass der ein oder andere etwas daraus gelernt

00:27:42: hat.

00:27:43: Dann auf Wiedersehen und bis zur nächsten Folge.

00:27:46: Tschüss!

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